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7. September 2012 15:10; Akt.: 7.09.2012 15:22

LED-Straßenbeleuchtung hält Blitzen nicht stand

Die Testphase der LED-Leuchten wird wohl erst im Winter abgeschlossen sein. Die Testphase der LED-Leuchten wird wohl erst im Winter abgeschlossen sein. - © SALZBURG24
von Oliver Klamminger - Entlang des Franz Hinterholzerkai in der Stadt Salzburg sollte eigentlich schon die neue LED-Straßenbeleuchtung installiert sein. Seitens der SPÖ wurde nun Kritik laut – SALZBURG24 bringt Licht ins Dunkel.

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„Ich frage mich, warum Baustadträtin Schmidt am Teilstück Hans-Webersdorfer-Straße bis zur Hellbrunnerbrücke nach wie vor kein Licht ins Dunkel gebracht hat“, so SPÖ-Betreuungsgemeinderat des Stadtteils Salzburg-Süd, Bernhard Auinger in eine Aussendung am Freitag. Gemeint ist damit die im Mai vom Salzburger Bauausschuss beschlossene Installierung einer Straßenbeleuchtung entlang des Salzachtreppelwegs. Dadurch sollte die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger verbessert werden.

„Rotlicht-Viertel“

„Die Anlage zwischen Kaufmannsteg und Billrothstraße – bestückt mit LED-Leuchten – ist ja bereits seit Juli 2012 in Betrieb. Masten und Fundamente für die zusätzlichen 36 Lichtpunkte sind montiert“, erklärte Bruno Wintersteller, vom Straßen und Brückenamt der Stadt Salzburg auf Anfrage von SALZBURG24.

Da es sich um ein sensibles Naturschutzgebiet handelt, sollen besonders umweltfreundliche LED-Leuchten (Kein UV Licht, wenig Streulicht, niedriger Energieverbrauch, Nachtabsenkung auf 40% Lichtniveau) eingesetzt werden. Diese LED-Lampen wurden bereits vom Magistrat getestet und erwiesen sich als äußerst störungsanfällig wenn es bei Gewittern stark blitzte. Aufgrund elektrostatischer Aufladung und Spannungsspitzen im Netz wurde die Elektronik der empfindlichen Lampen gestört und es kam zu einem merkwürdigen Effekt. „Durch den daraus resultierenden Ausfall der blauen und grünen Leuchten war die Straße plötzlich in knall-rotes Licht getaucht“, erzählt Wintersteller weiter. Leider hielten auch die „besseren“ Lampen nicht was sie versprachen.

Lichtoffensive 2020: Alles LED

Viele der getesteten LED-Lampen erfüllten nicht die gewünschten Ansprüche und mussten wieder ausgetauscht werden. Aus diesem Grund wird in Absprache mit Baustadträtin Claudia Schmidt und im Zusammenhang mit der geplanten Lichtoffensive 2020 (Austausch von etwa 6000 alten Straßenleuchten auf energieeffiziente LED-Leuchten) am Kai eine Teststrecke eingerichtet. Damit soll eine Leuchte gefunden werden, die den hohen Ansprüchen gerecht wird. In der Nacht von 3. auf den 4. Oktober 2012 wird in Zusammenarbeit mit dem Lichttechnischen Prüflabor der Stadt Wien eine Lichttechnische-Messung (Lichtstrom, Beleuchtungsstärke, Blendung, Energieverbrauch) durchgeführt. Darauf folgt eine weitere, mehrmonatige Testphase. „Die bestmögliche Leuchte wird dann nach Abschluss der Tests am Kai montiert“, so Wintersteller abschließend.

Viele Testreihen und schlechtes Material sind also der Grund, warum die im Mai beschlossene „Erleuchtung“ entlang des Treppelwegs noch ein wenig auf sich warten lassen wird.



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