Lehrerin in Ukraine wegen Verkauf von Schülerin vor Gericht

Eine ukrainische Lehrerin hat sich am Mittwoch vor einem Gericht in Charkiw wegen Mädchenhandels verantworten müssen. Der 52-jährigen Sprach- und Literaturlehrerin wird zur Last gelegt, eine 13-jährige Schülerin aus ihrem Internat für mehr als 10.000 Dollar (9500 Euro) verkauft zu haben. Sie selbst bestreitet die Vorwürfe und gibt an, in eine Falle gelockt worden zu sein.

Innenminister Arsen Awakow schrieb auf Facebook, die Frau sei am Montag “auf frischer Tat ertappt” worden, als sie die Schülerin zu den Käufern brachte und Geld kassierte. Sie habe ihren Plan zum Verkauf des Mädchens fast ein Jahr lang verfolgt und sei nach viermonatigen polizeilichen Ermittlungen gefasst worden.

In einem früheren Facebook-Eintrag des Ministers hieß es, die Käufer hätten sich sogar nach dem Gesundheitszustand des Mädchens erkundigt und dabei eine mögliche Organentnahme durchblicken lassen. Die Frau habe sich daraufhin bereit erklärt, Fotos des Mädchens und ihr Krankenblatt zu schicken – gegen einen Aufpreis von umgerechnet 37 Euro.

Das Gericht ordnete bis zum Beginn des Prozesses Fortsetzung der Untersuchungshaft für die Frau bis zum 19. Jänner an. Bei Zahlung einer Kaution von umgerechnet 15.300 Euro könne davon abgesehen werden.

(APA/ag.)

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