Lehrerinnen klagten gegen Jobverlust nach Gleisüberquerung

Akt.:
Die Lehrerinnen führten die Schüler über die Gleise
Die Lehrerinnen führten die Schüler über die Gleise - © APA (dpa/Symbolbild)
Nachdem sie bei einem Schulausflug 83 Kinder trotz geschlossener Bahnschranken über Zuggleise geführt hatten, wurden drei Volksschullehrerinnen vom Wiener Stadtschulrat entlassen. Sie klagten gegen ihren Jobverlust. Mit einer Lehrerin konnte man sich bereits außergerichtlich einigen. Im Fall ihrer Kollegin ist das Verfahren nun abgeschlossen worden. Das Urteil ergeht laut “Kurier” schriftlich.

Im Wiener Stadtschulrat konnte man die Meldung am Mittwochnachmittag der APA vorläufig nicht bestätigen. Man habe diesbezüglich noch keine Informationen erhalten, so ein Sprecher. Ziel des Stadtschulrats war es gewesen, mit allen drei betroffenen Lehrerinnen einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen. In diesem Fall dürfte ein solcher somit aber nicht zustande gekommen sein.

Vor dem Ende der Verhandlung gab es am Dienstag noch einen Lokalaugenschein am Ort des Geschehens im niederösterreichischen Leobendorf. Dort haben die Lehrerinnen einer Wiener Volksschule Ende Juni 2016 83 Kinder bei einem Schulausflug trotz geschlossenem Bahnschranken über die Schienen geführt, um den Zug nach Wien nicht zu versäumen. Wenig später soll ein Regionalzug den Bahnhof ohne Halten durchfahren haben. Der Stadtschulrat hatte einen Monat später die dienstrechtlichen Konsequenzen gezogen. Gegen eine vierte, ebenfalls anwesende Lehrerin – sie ist pragmatisiert – läuft ein Disziplinarverfahren.

Ein Strafverfahren gegen die Lehrerinnen war Anfang Oktober eingestellt worden. Es sei keine “konkrete Gefährdung” für die Kinder nachzuweisen gewesen, hieß es damals vonseiten der Staatsanwaltschaft.

(APA)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen