Lehrling in Salzburg zwei Jahre nicht bezahlt

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Der Tischler musste um seinen Lohn kämpfen. (Symbolbild)
Der Tischler musste um seinen Lohn kämpfen. (Symbolbild) - © Bilderbox
Absolut inakzeptabel: Ein angehender Tischler bekam fast zwei Jahre keinen Lohn. Fast 35.000 Euro blieb der Lehrherr dem heute 19-Jährigen zunächst schuldig. Interventionen der Arbeiterkammer (AK) Salzburg verhalfen dem Jugendlichen schließlich zu seinem Geld.

“Speziell junge Menschen, die noch am Beginn ihres Arbeitslebens stehen, haben besonderen Schutz verdient”, so AK-Präsident Siegfried Pichler am Montag in einer Aussendung. “So eine Vorgangsweise ist natürlich absolut inakzeptabel und ein grober Verstoß gegen die Rechte der Beschäftigten”, zeigt er sich empört.

Der 19-jährige Tischler-Lehrling habe sich verzweifelt an die Arbeiterkammer Salzburg gewendet: Zu diesem Zeitpunkt sei er seit dreieinhalb Jahren im Betrieb gewesen, habe aber fast zwei Jahre lang keinen Lohn mehr erhalten. “Nach Intervention und zähen Verhandlungen mit dem Dienstgeber konnte schließlich ein Rückzahlungsplan erstellt werden”, freut sich Jürgen Fischer vom AK-Jugend- und Lehrlingsschutz. Jetzt, ein halbes Jahr später, sei die letzte Rate beglichen worden. Der junge Mann habe nun insgesamt fast 35.000 Euro an gerechtfertigten Ansprüchen erhalten.

AK Salzburg: Drei-Jahres-Frist beachten

Wie lange kann ich Forderungen stellen – Stichworte Verjährung und Verfall? AK-Experte Fischer: “Nicht bezahlte Ansprüche wie Lohn oder Gehalt verjähren grundsätzlich nach drei Jahren ab Fälligkeit des Anspruchs. Sie können dann nicht mehr gerichtlich geltend gemacht werden. Wird eine Forderung – die bereits verjährt ist – trotzdem bezahlt, kann der Geldbetrag vom Dienstgeber nicht mehr zurückgefordert werden.”

Verjährung und Verfall von Forderungen

Im Gegensatz zur Verjährung erlischt bei Verfall der Anspruch gänzlich. Verfallsfristen sind meist wesentlich kürzer als die Verjährungsfrist und finden sich sehr oft in Gesetzen und Kollektivverträgen. Der junge Mann in diesem Fall hatte Glück im Unglück. Die offenen Forderungen waren noch nicht verjährt oder verfallen.

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