Lenker raste durch Wien und widersetzte sich Anhaltung

Ein 25 Jahre alter Mann ist am Freitag durch Wien-Favoriten gerast und hatte versucht, sich der Anhaltung durch die Polizei zu widersetzen. Der Pkw war für den Verkehr nicht zugelassen und hatte zwei verschiedene, als gestohlen gemeldete Kennzeichen montiert. Der Mann besaß auch keinen Führerschein. Er wurde festgenommen, berichtete die Polizei am Samstag.

Gegen 14.20 Uhr wurden Polizisten auf den grauen 5er-BMW aufmerksam, als dieser mit überhöhter Geschwindigkeit von der Davidgasse in die Senefeldergasse einbog. “Der Lenker ignorierte Aufforderungen zum Anhalten”, schilderte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die Beamten schnitten dem Flüchtenden schließlich den Weg ab und konnten ihn so stoppen. Ausweispapiere trug der junge Mann keine bei sich. Im Wagen befanden sich auch sein sechsjähriger Neffe und ein Beifahrer.

Das Pickerl des Autos war bereits seit 2015 abgelaufen, die unterschiedlichen Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben. Der 25-Jährige, der wegen Kennzeichendiebstahls auch einschlägig polizeibekannt ist, behauptete, die Nummerntafeln in Niederösterreich gefunden zu haben. Diese habe er nur bis zur ordnungsgemäßen Fahrzeuganmeldung verwenden wollen. Den Wagen habe der 25-Jährige eben erst von einem Bekannten um 5.000 Euro gekauft, gerade sei er auf dem Weg zur Zulassungsstelle gewesen, berichtete Eidenberger aus der Befragung des Festgenommenen.

Der Autoverkäufer sitzt in der Justizanstalt Josefstadt eine Haftstrafe ab, seine Frau muss erst zum Fahrzeugverkauf befragt werden. Das Kind, das ordnungsgemäß gesichert gewesen war, wurde seiner Mutter übergeben.

(APA)

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