Letzte IS-Versorgungsroute nach Mosul gekappt

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Route nach Syrien wurde gekappt
Route nach Syrien wurde gekappt - © APA (AFP)
Schiitische Milizen haben die nordirakische IS-Hochburg Mosul und das Umland der Stadt nach eigenen Angaben von der Außenwelt abgeschnitten. Die bewaffneten Gruppen erklärten am Mittwoch, sie hätten in der Nähe des Sinjar-Gebirges die letzte Versorgungsroute zwischen Mosul und dem Nachbarland Syrien gekappt. Dort seien sie mit kurdischen Peschmerga-Kämpfern zusammengetroffen.

Auch aus Kreisen der Peschmerga hieß es, die Milizen hätten die Route unterbrochen. Die Route nach Syrien ist für den IS lebenswichtig, weil sie über diese Strecke Nachschub und Kämpfer transportiert. Im Nachbarland kontrolliert die Terrormiliz noch immer große Gebiete.

Unterdessen sind Zehntausende Zivilisten im Nordirak vor schiitischen Milizen geflohen, die sich am Sturm auf die IS-Hochburg Mosul (Mossul) beteiligen. Rund 3.000 Familien hätten die 60 Kilometer westlich von Mosul gelegene Stadt Tal Afar verlassen, sagte der Provinzrats-Abgesandte der Stadt, Nuraldin Qablan, am Mittwoch in der kurdischen Hauptstadt Erbil.

Die Hälfte von ihnen habe sich auf den Weg Richtung Syrien, die andere in die von Kurden-Milizen gehaltenen Gebiete im Norden gemacht. “Die Menschen haben große Angst vor den schiitischen Kämpfern”, sagte Qablan. Die Flüchtlinge sind Sunniten, die in der Provinz Mosul die Mehrheit stellen.

Ein Bündnis schiitischer Milizen versucht derzeit, die vom IS gehaltene Stadt Tal Afar einzunehmen. Sollte es ihnen gelingen, die Straßenverbindung nach Mosul unter ihre Kontrolle zu bringen, wäre die Großstadt eingekreist. Von Norden, Süden und Osten rücken irakische Regierungstruppen und kurdische Peschmerga auf die letzte Hochburg des IS im Irak vor.

Nach UNO-Angaben wurden bisher 68.000 Menschen registriert, die vor den Kämpfen in von Regierungstruppen kontrollierte Gebiete geflohen sind. Nicht enthalten sind in der Zahl die Menschen, die der IS bei seinem Rückzug verschleppt hat und die 3.000 Familien, die aus Tal Afar flohen.

(APA/dpa)

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