“Liebe und Untergang” als Motto der Barocktage Melk 2017

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Intendant Michael Schade will Nachwuchs födern
Intendant Michael Schade will Nachwuchs födern - © APA (Archiv)
“Love knows no ending: Liebe und Untergang” lautet das Motto der Barocktage Stift Melk zu Pfingsten 2017. Intendant Kammersänger Michael Schade hat für seine vierte Programmierung internationale Persönlichkeiten wie die Sopranistin Sophie Karthäuser gewonnen, gleichzeitig freute er sich am Mittwoch in Wien über wiederkehrende Freunde – allen voran das Residenzorchester.

Der Melk seit Jahren eng verbundene Concentus Musicus Wien – “unser wichtigstes Orchester”, betonte Schade – wird unter Stefan Gottfried den Eröffnungsabend und auch das Schlusskonzert bestreiten. Der Auftakt ist mit Werken von Georg Friedrich Händel, John Dowland, Antonio Vivaldi und Henry Purcell der irdischen Liebe gewidmet, als Solisten treten Karthäuser und Schade auf. Den “himmlischen” Abschluss am 5. Juni bilden die Pfingstkantaten von J. S. Bach, Gäste sind der Tölzer Knabenchor und der österreichische Bass Günther Groissböck.

Erstmals in Melk gastieren das spanische Orchester La Grand Chapelle unter der Leitung von Albert Recasens mit Musik von Juan Hidalgo sowie die Hamburger Ratsmusik – das deutsche Ensemble wird in einem “concerto amoroso” Werke französischer Komponisten zu Gehör bringen. Sophie Karthäuser gibt mit “Lecons de Tenebres” am 4. Juni ein weiteres Konzert, zudem kündigte Schade die deutsche Blockflötistin Dorothee Oberlinger zum “Gesang der Parthenope” an.

Zum 250 Todestag Georg Philipp Telemanns spielt Maddalena del Gobbo auf der Viola da gamba zwölf erst im Vorjahr wiederentdeckte Fantasien des Komponisten. Das ensemble 15.21 präsentiert ein für Melk verfasstes Auftragswerk der österreichischen Komponistin Johanna Doderer, “OffRoad Barock”, ein Cross-over zwischen Barock und Moderne, bieten BartolomeyBittmann. The Sixteen widmen sich dem geistlichen Werk von Claudio Monteverdi, dessen Geburtstag sich 2017 zum 450. Mal jährt.

Ein musikalisches Frühstück mit dem künstlerischen Leiter am Pfingstmontag und Lesungen barocker Poesie erweitern die Bandbreite des Veranstaltungsreigens in und um das Benediktinerstift ebenso wie das Kinderprogramm. “Musik soll Kindern Spaß machen”, unterstrich der künstlerische Koordinator Alexander Hauer.

Die Nachwuchsförderung, die dem Kammersänger nach eigenen Worten ein Herzensanliegen ist, wird mit dem Internationalen Johann Heinrich Schmelzer Wettbewerb großgeschrieben. Oberlinger, Professorin am Mozarteum Salzburg, wird der Jury vorsitzen. Mit dem mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis ist die Einladung verbunden, bei den folgenden Barocktagen ein Konzert zu bestreiten. Heuer wurden mehr als 4.000 Besucher gezählt, was einen Rekord bedeutete.

(APA)

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