Liegenschaftsvermögen der Stadt Salzburg wird erstmals berechnet

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Wie viel ist der Mirabellgarten wert?
Wie viel ist der Mirabellgarten wert? - © Neumayr
Die Buchführung von Städten wird von der Kameralistik auf doppelte Buchführung umgestellt. Spannend wird es vor allem bei der Bewertung des Vermögens der Stadt Salzburg.

Ab 2019 müssen Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern ihr Buchhaltung umstellen. Von der alteingesessenen Kameralistik wird auf doppelte Buchführung gewechselt. „Die Umstellung bedeutet vor allem für die Ersterfassung des kommunalen Vermögens eine Heidenarbeit, wir sind aber gut im Plan“, berichtet Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ).

Liegenschaften in Salzburg bewerten

Allein die Stadt Salzburg besitzt 3.861 Liegenschaften. Dabei handelt es sich in der Regel um Parks, öffentliche Gebäude, Straßen, Radwege und Gehsteige, sowie Wohn- und Geschäftsgebäude. Auch im Untergrund hat die Stadt Salzburg Vermögen liegen. 383 Kilometer Kanal ziehen sich durch das Stadtgebiet. Und genau diese Liegenschaften müssen nun bewertet werden.

Bewertung “mit Augenmaß”

Die Finanzabteilung der Stadt Salzburg wird die Bewertung “mit Augenmaß” durchführen, heißt es in einer Aussendung. „Denn was bringt es, wenn wir mit sündteuren Gutachten einen Pseudowert für unveräußerbare Liegenschaften – wie etwa den Hellbrunner Park, den Mirabellgarten oder Straßenflächen – errechnen“, erklärt Heinz Schaden.

Gebäude und Parks unveräußerbar

Die meisten Gebäude und Grundstücke, die sich im Besitz der Stadt Salzburg befinden seien unverkäuflich, da es sich um historische Liegenschaften mit einem hohen symbolischen Wert handle, erzählt Johannes Greifeneder, Pressesprecher der Stadt Salzburg, gegenüber SALZBURG24.

Noch keine Schätzungen zu Vermögenswerten

Durch die kameralistische Buchführung sei es bis jetzt noch nicht nötig gewesen die Vermögenswerte zu beurteilen und es gebe auch noch keine Schätzungen, erklärt Greifeneder weiter.

Finanzministerium setzt Maßstäbe

Die Städte und Gemeinden haben sich darauf geeinigt, eine gemeinsame Linie bei der Bewertung ihrer Liegenschaften einzuschlagen. Aktuell gibt es noch keine Quadratmeterpreise und Berechnungsmodelle. “Das Finanzministerium setzt die Maßstäbe für die Berechnung”, so Greifeneder. Darauf müsse noch gewartet werden.

 

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