Linie 150: Vom Ausbildungsprojekt in die berufliche Zukunft

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Das Projekt soll Integration vorantreiben.
Das Projekt soll Integration vorantreiben. - © APA/dpa
“Auf Linie 150” ist das größte Ausbildungsprojekt für junge Flüchtlinge im Bundesland Salzburg und ermöglichte 23 jungen Menschen Ausbildungsplätze. Nach einem Jahr ziehen die Projektpartner BFI Salzburg und Rettet das Kind Salzburg jetzt Bilanz. 

Durch “Auf Linie 150” konnten 23 junge Flüchtlinge in Salzburg integriert werden. 14 von ihnen haben eine Lehre in Salzburg begonnen: Zwei Teilnehmer werden zu Tischlern ausgebildet, auch ein Zerspanungstechniker, zwei Friseure, ein Maler, vier Köche und vier angehende Einzelhandelskaufleute haben bereits ihre Lehre begonnen. Ein Teilnehmer geht einer regulären Beschäftigung nach und 8 Personen werden zukünftig eine schulische Weiterbildung besuchen. Für vier Teilnehmer läuft noch bis Ende des Jahres eine Nachbetreuung, um sie bei der Lehr- bzw. Arbeitsplatzsuche zu unterstützen. Damit werde durch “Auf Linie 150” ein wesentlicher Beitrag zur beruflichen Integration von jungen Flüchtlingen geleistet, heißt es in einer Aussendung vom BFI Salzburg.

“Auf Linie 150” soll konkrete Vorstellung auf Arbeitswelt vermitteln

Die Maßnahmen von “Auf Linie 150” bereiten nicht nur auf einen Lehrberuf vor, sie vermitteln auch eine ganz konkrete Vorstellung der Arbeitswelt. Die Teilnehmer/innen erhalten eine praktisch-handwerkliche und fachtheoretische Qualifizierung in Werkstätten und Betrieben von Rettet das Kind Salzburg. Hier werden die fachpraktischen Inhalte eines 1. Lehrjahres in Gastronomie, Handel, Metallbearbeitung und Holzverarbeitung durch Fachtrainer/innen vermittelt. Die praktische Ausbildung beinhaltet die Arbeit mit Materialien und Werkzeugen. Schulischer Unterricht ergänzt die Praxis. Am BFI Salzburg werden neben Deutsch auch berufsrelevante Inhalte gelehrt. Die Ausbildung ist damit ganz bewusst wie die in Österreich vorherrschende duale Lehrlingsausbildung aufgebaut. Die Ausbildungsorte sind durch die Buslinie 150 verbunden. Daher auch der Projektname “Auf Linie 150”.

Ergänzt wird die Ausbildung durch Fachexkursionen auf branchenbezogene Messen, in Betriebe oder auf Baustellen. Die Exkursionen veranschaulichen nicht nur das in der Werkstatt Gelernte, sondern dienen auch als Impuls für die jeweils persönliche berufliche Entwicklung.

Die Absolvent/innen erhalten nach ihrer einjährigen Ausbildung, abhängig von den Lernergebnissen, ein individuelles Abschlussdokument in Form einer Teilnahmebestätigung mit Ausbildungscurriculum.

Bewerbungen für die Projektfortsetzung

Dieses Ausbildungsprojekt für minderjährige Flüchtlinge und junge Erwachsene bis 18 Jahre (ausnahmsweise bis 25 Jahre) aus dem Bundesland Salzburg, die asylwerbend (ab dem 4. Monat nach Antragstellung), subsidiär schutzberechtigt oder asylberechtigt sind, wird fortgesetzt.

Interessierte wenden sich an Lajos Kiraly (Tel.: 0676 / 84 88 30 337 oder E-Mail: lkiraly@bfi-sbg.at), um sich für ein Erstgespräche anzumelden. Hier werden die Erfüllung der Aufnahmekriterien und der Ausbildungsbereich erhoben sowie Testungen in Mathematik und der Werkstätte vereinbart.

Das Ausbildungsprojekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Salzburg finanziert.

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