“Literatur im Herbst” widmet sich dem “Norden”

Akt.:
Auch Durs Grünbein kommt zu "Literatur im Herbst"
Auch Durs Grünbein kommt zu "Literatur im Herbst"
“Wie kommt man in den Norden?” oder “Wenn ‘Norden’ eine Metapher ist, wie kommt man von dort zurück?” Fragen wie diese stellt man sich von 7. bis 9. November bei der diesjährigen Ausgabe des Festivals “Literatur im Herbst” im Wiener Odeon. Der Veranstalter Alte Schmiede lädt zur Klärung dieser Fragen unter dem Titel “Norden” über ein Dutzend Autoren aus nordischen Ländern, aber auch aus Russland.


Auch Deutschland ist vertreten, nämlich durch den Dichter Durs Grünbein, in dessen Werk immer wieder nördliche Landschaften und Motive auftauchen. Laut Unterlagen umkreist Grünbein in seinem jüngsten Gedichtband (“Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond”) den “magnetischen Nordpol” der Lyrik, den Mond. Überhaupt verstehe man “Norden” nicht rein geografisch, sondern wolle sich ihm thematisch nähern, was auch die Einladung von insgesamt fünf russischen Schriftstellern (darunter u.a. Wladimir Sorokin) sowie Tomas Venclova aus Litauen erkläre, so die Veranstalter auf APA-Nachfrage. Weitere Autoren stammen aus Norwegen, Schweden und Island.

An die Beschreibung einer “arktischen Poetik” wagt sich laut Vorankündigung der schwedische Dichter Gunnar Hansson: “Das Petrarca-Sonett ist nicht weiter als bis Nordnorwegen gekommen … kaum an die Anforderungen angepasst, die winterliche Dunkelheit an haltbare Versformen stellt”, wird eine Stelle zitiert. Der Litauer Venclova orientiere sich ebenfalls Richtung “magnetischer Norden”. Musikalisch wird der Lesereigen von Karl Seglem und Lars Jakob Rudjord aus Norwegen begleitet.

“Wenn reisende Prediger unter den Fahnen der Aufklärung in den Norden aufbrechen und dort auf lokale Propheten treffen, sind wir beim dänisch-norwegischen Autor Kim Leine und haben Grönland betreten”, heißt es in der Programmankündigung weiter. Und: Für den Russen Alexander Ilitschewski, der am Kaspischen Meer aufwuchs, bedeute Russland “ohnehin a priori Norden”. Der in Kasan lebende Denis Osokin beschreibt in seiner Kurzprosa “die Weite des Landes nördlich der Wolga, seine finno-ugrischen Bewohner, die Mari, und ihre Riten des Alltags”. Für vielfältige Zugänge ist also gesorgt.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Oberndorf: Gescheiterte Diebe ... +++ - Beliebteste Therme Österreichs... +++ - Kuhstall geht ans schnelle Net... +++ - Vier Landeswahlen: 2018 wird d... +++ - Muli stürzt in Großarl ab: Unf... +++ - Endgültiges Nationalratswahl-E... +++ - Das bietet das Winterfest in d... +++ - Ski amade: Tageskarten werden ... +++ - Bad Gastein: Polizei fasst Tee... +++ - Sexuelle Übergriffe am Arbeits... +++ - Neue Kehrmaschine für Salzburg... +++ - Transportaufkommen auf österre... +++ - Kaltfront bringt Abkühlung nac... +++ - Arbeiterkammer erkämpft vorent... +++ - B168: Pkw schleudert in Böschu... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen