Live-Blog: IS geht in Kobane in die Offensive

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Live-Blog: IS geht in Kobane in die Offensive
Trotz heftiger Gegenwehr der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Luftangriffen der internationalen Militärallianz rücken die Dschihadisten seit Tagen immer weiter auf die Kurdenstadt vor.

Der Kampf um Kobane im Live-Blog
08:05 | salzburg24

IS trotz Luftschlägen in der Offensive

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) drängt die sich verzweifelt wehrenden Kurden in der Grenzstadt Kobane immer weiter in die Enge. Trotz erbitterter Gegenwehr und US-Luftangriffen konnten die Jihadisten im Häuserkampf weitere Viertel der Stadt erobern. Am Donnerstag meldete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die IS kontrolliere bereits ein Drittel der Ortschaft.

08:03 | salzburg24

USA flogen neun Luftangriffe auf Ziele rund um Kobane

Die USA haben erneut Stellungen der Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) rund um die umkämpfte Grenzstadt Kobane in Nordsyrien aus der Luft bombardiert. Die Luftwaffe habe sechs Angriffe auf Ziele der Jihadisten südlich und drei weitere auf IS-Einheiten nördlich der syrisch-kurdischen Stadt geflogen, teilten die amerikanischen Streitkräfte in der Nacht zum Freitag mit.

Die US-Regierung will darüber hinaus ihre Zusammenarbeit mit der Türkei im Kampf gegen die Jihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) verstärken. US-Außenamtssprecherin Jennifer Psaki teilte am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit, in der kommenden Woche werde sich eine Militärdelegation nach Ankara begeben, um die bereits begonnenen Gespräche über den gemeinsamen Kampf gegen den IS fortzusetzen.
20:38 | salzburg24

In Kobane wird weiter gekämpft, wir berichten am Freitag wieder ab 6 Uhr führ euch!

Foto: EPA/TOLGA BOZOGLU


20:28 | salzburg24

Symbolisch: Die USA und die Türkei sind sich uneinig:

Brilliant cartoon, #Obama, #Erdogan & #Kobane by Rainer Hachfeld in Neues Deutschland. #ISIS pic.twitter.com/Yp2IyEY3PD
20:26 | salzburg24

USA: "Kobane hat nicht oberste Priorität"

Dass der Kampf um Kobane für die USA nicht oberste Priorität hat, ließ zuletzt die Sprecherin im US-Außenministerium, Jen Psaki, durchblicken. Es werde noch andere Dörfer und Städte in Syrien geben, die ebenfalls bedroht würden, hatte sie am Mittwoch gesagt. "Wir müssen uns hier auf unsere strategischen Komponenten konzentrieren - das sind Kommando- und Kontrollzentren, das sind Ölraffinerien", betonte Psaki. Pentagon-Sprecher John Kirby versicherte jedoch: "Wir tun aus der Luft alles, was wir können." Luftangriffe allein würden Kobane aber nicht retten können, räumte auch er ein.

Auch die Türkei, die Panzerverbände in Schuss- und Sichtweite von Kobane an ihrer Südgrenze stationiert hat, ist trotz des drohenden Falls von Kobane nicht bereit, allein gegen die Terroristen vorzugehen. "Dass nur die Türkei ganz alleine eine Bodenoperation unternimmt, ist kein realistischer Ansatz", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach einem Treffen mit dem neuen NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag in Ankara. Das internationale Bündnis gegen den IS müsse sich auf eine gemeinsame Strategie einigen.

Foto: EPA/TOLGA BOZOGLU


20:23 | salzburg24

Erbitterte Kämpfe um Kobane

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) drängt die sich verzweifelt wehrenden Kurden in der Grenzstadt Kobane immer weiter in die Enge. Trotz erbitterter Gegenwehr und US-Luftangriffen konnten die Jihadisten im Häuserkampf weitere Viertel der Stadt erobern. Am Donnerstag meldete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die IS kontrolliere bereits ein Drittel der Ortschaft.

Die Regierung in Ankara sprach sich dennoch gegen einen Alleingang mit Bodentruppen gegen die Extremisten im Nachbarland aus. Die syrische Regierung warnte die internationale Anti-IS-Koalition unterdessen vor der Einrichtung einer Pufferzone. Die EU beschloss weitere Maßnahmen, um potenzielle Jihadisten an der Ein- und Ausreise aus Europa zu hindern

Die USA setzten ihre Luftschläge in Syrien mit Kampfjets, Bombern und Drohnen fort. Südlich von Kobane wurden dabei ein IS-Trainingslager beschädigt und ein Gebäude sowie zwei Fahrzeuge zerstört, wie das Zentralkommando in Tampa (Florida) mitteilte. Zudem seien eine kleine und eine große IS-Einheit getroffen worden.
16:15 | salzburg24

Immer noch wehen schwarze Flaggen der IS auf Häusern in Kobane:
15:52 | salzburg24

Nationalrat will Einsatz für "Selbstverteidigung" Kobanes

Der außenpolitische Ausschuss des Nationalrats hat am Donnerstag mit Stimmen aller Parteien das Recht zur "Selbstverteidigung" der Kurden in der umkämpften Stadt syrischen Kobane betont. In dem Antrag, der der APA vorliegt, wird Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) aufgefordert, sich international und bei "Staaten in der Region" für die Menschen im syrischen Grenzgebiet zur Türkei einzusetzen.

Die Abgeordneten weisen auf die "Dringlichkeit der Unterstützung der Zivilbevölkerung" hin. Österreich solle sich angesichts der Lage verstärkt für den Schutz von Minderheiten wie der Yeziden und der Christen in der Region einsetzen. Zu den Unterzeichnern des Antrages gehören Ausschuss-Vorsitzender Josef Cap (SPÖ) und ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka, der grüne Abgeordnete Peter Pilz sowie Parlamentarier der FPÖ, des Team Stronach und der NEOS.

15:32 | salzburg24

Syriens Regierung wertet Pufferzone als Angriff

Syriens Regierung hat sich mit scharfen Worten gegen eine Pufferzone im Grenzgebiet zur Türkei ausgesprochen. Vize-Außenminister Faisal al-Mekdad kritisierte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag Frankreichs Staatspräsidenten Francois Hollande, der den türkischen Vorschlag unterstützt hatte.

In einer Pufferzone zwischen Syrien und der Türkei könnten nach dem türkischen und französischen Vorschlag Flüchtlinge Schutz finden. Die französische Unterstützung dieser Idee Ankaras wertet Damaskus nach Sana-Angaben als Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität Syriens. Der Türkei warf al-Mekdad erneut vor, "Terroristen" mit Waffen zu unterstützen.
14:49 | salzburg24

US-Militär sieht Zeichen für Erfolg von Kurden

Das US-Militär sieht Anzeichen für die Durchsetzungskraft der kurdischen Kämpfer im von der Jihadistenmiliz attackierten syrischen Grenzortes Kobane. Die Kurden "kontrollieren weiterhin den größten Teil der Stadt und widerstehen" dem IS, heißt es in einer Erklärung des Militärkommandos Centcom am Donnerstag.

Seit Mittwoch seien fünf Luftschläge auf die IS nahe Kobane durchgeführt worden. Dabei wurden US-Angaben nach ein von den Islamisten kontrolliertes Gebäude und zwei Fahrzeuge zerstört. Auch habe man eine große und eine kleine Einheit von Jihadisten-Kämpfern getroffen.
14:45 | salzburg24

Über 400 Menschen fielen der Schlacht um Kobane bereits zum Opfer:
14:32 | salzburg24

Lage weiter unübersichtlich

Nachdem IS-Kämpfer zunächst zurückgedrängt wurden, kam es am Donnerstag erneut zu Gefechten. Der IS habe viele Straßenzüge in der Stadt eingenommen. "Die Zusammenstöße gehen weiter - es gibt Straßenkämpfe", sagte Kurden-Kommandant Esmat al-Sheikh der Nachrichtenagentur Reuters. Andere Stimmen aus der Stadt zeigten sich siegessicher. "Unsere Kämpfer haben es geschafft, den Vormarsch tief in die östlichen Bezirke Kobanes hinein zu bremsen", erklärte der Kurdenvertreter Idris Nahsen der Nachrichtenagentur dpa.

Die US-Armee hatte zuletzt mitgeteilt, die Kurden kontrollierten weiter den überwiegenden Teil der Stadt, die auf Arabisch auch Ayn al-Arab genannt wird. Unter US-Führung fliegt eine internationale Koalition seit Ende September Luftangriffe auf den IS in Syrien.


Foto: EPA/Sedat Suna


13:44 | salzburg24

Bereits 22 Tote bei Protesten in der Türkei

Unterdessen ist die Zahl der Toten in der Türkei bei Demonstrationen gegen die IS auf mindestens 22 gestiegen. Das berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag. Viele der Opfer kamen bei Zusammenstößen von Islamisten mit Anhängern der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK im kurdisch geprägten Südosten des Landes ums Leben. Am Mittwochabend hatte die Regierung die Zahl der Toten noch mit 19 angegeben.
13:42 | salzburg24

Grüne blockieren Eingang zu türkischer Botschaft

Die Grünen fordern Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) dazu auf, Druck auf die Türkei zur Öffnung seiner Grenzen für kurdische Kämpfer zu machen.

"Es geht darum, dass die Türkei ihre Grenzblockade aufhebt. Wir müssen die Türkei dazu zwingen", sagte der Grüne Parlamentarier Peter Pilz der APA. Er und 13 weitere Abgeordnete der Grünen blockierten am Donnerstagvormittag symbolisch für einige Minuten den Eingang zu türkischen Botschaft. "Erdogan hat den Kurdinnen und Kurden einen Korridor versprochen. Wir müssen ihn zwingen, dieses Versprechen endlich einzulösen", sagte Berivan Aslan, Abgeordnete der Grünen mit kurdischen Wurzeln, laut einer Aussendung.

Foto: APA/Roland Schlager


13:39 | Hêvî Rojava

RT @jan_vanaken: Cool! Grüne Abgeordnete in Wien blockieren türkische Botschaft. #Kobane http://t.co/SkEYXuSL83
13:36 | salzburg24

Kurz drängte Türkei zu Hilfe für Kurden

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Türkei in einem Telefongespräch mit seinem Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu dazu gedrängt, den Kurden in der umkämpften syrischen Grenzstadt Kobane zu helfen. "Österreich hat betont, dass aus seiner Sicht alles getan werden müsse, was die Sicherheit und die humanitäre Situation vor Ort betrifft", sagte ein Sprecher des Außenministers am Donnerstag.
12:07 | salzburg24

Kurden fordern mehr Druck auf die Türkei

Kurdenvertreter fordern mehr Druck auf die Regierung in Ankara, kurdische Kämpfer etwa aus anderen Teilen Syriens über türkisches Gebiet nach Kobane reisen zu lassen. Der Ruf wird auch in Österreich unterstützt - so gibt es einen Hungerstreik von kurdischen Aktivisten in Wien und Innsbruck.
Die Grünen blockierten Donnerstagvormittag symbolisch für einige Minuten die türkische Botschaft und forderten auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) zum Handeln auf. Die türkische Regierung sperrt sich bisher, die von ihr und der EU als Terrororganisation eingestufte Kurdenorganisation PKK und ihre Verbündeten auf türkischem Territorium operieren zu lassen.
11:52 | salzburg24

Erbitterte Kämpfe gehen weiter

Der IS hat nun nicht nur ein Drittel von Kobane erobert, die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London berichtete, die Jihadisten hätten auch den Sitz der kurdischen Kämpfer unter ihre Kontrolle gebracht und viele von ihnen getötet.
11:32 | salzburg24

Türkei lehnt Bodenoffensive ab

Die Türkei wird nach den Worten von Außenminister Mevlut Cavusoglu nicht allein mit Bodentruppen in den Kampf um die von der IS-Miliz eingreifen. Ein solcher Schritt sei nicht realistisch, sagte Cavusoglu am Donnerstag in Istanbul bei einem Besuch von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

"Wir führen Gespräche (...) Sobald es eine gemeinsame Entscheidung gibt, wird die Türkei nicht zögern, ihre Rolle zu spielen", sagte der Minister. Kurdische Kämpfer und die IS-Miliz ringen seit Tagen um die Kontrolle der strategisch wichtigen Stadt. Die Kurden werden dabei mit Luftangriffen einer von den USA angeführten Allianz unterstützt.
11:30 | salzburg24

Eine Grafik der BBC zeigt, wo die die Kämpfer des IS aufhalten:
11:12 | salzburg24

Jetzt geht es schnell: Ein Drittel von Kobane wird schon vom IS kontrolliert:
10:55 | salzburg24

10:38 | salzburg24

Kurdenvertreterin fordert mehr Druck auf Türkei

Die Ko-Vorsitzendende des kurdischen Nationalkongresses, Nilüfer Koc, hat die Zögerlichkeit der Türkei im militärischen Kampf gegen die Terrormiliz kritisiert. "Die Türkei tanzt aus der Reihe, obwohl sie zugesagt hat, die internationale Koalition zu unterstützen", sagte Koc am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Sie habe ihre eigene Interessenpolitik. Die syrische Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei droht in die Hand des IS zu fallen. Bisher zögert die Türkei trotz Mandat, in die Kämpfe einzugreifen.
09:37 | salzburg24

Neue Luftschläge gegen Jihadisten in Kobane

Die von den USA geführte Koalition hat am Donnerstag erneut Luftschläge gegen den IS in Kobane ausgeführt. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die kurdischen Kämpfer verlieren indes offenbar den Bodenkrieg: Die IS kontrolliere bereits ein Drittel der Stadt, heißt es von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
09:19 | salzburg24

09:07 | salzburg24

08:59 | salzburg24

Großbritannien und USA überlegen Pufferzone für Flüchtlinge

Nach Frankreich halten nun auch Großbritannien und die USA eine Pufferzone für Flüchtlinge in den kurdischen Gebieten an der türkisch-syrischen Grenze für erwägenswert. Der Vorschlag aus Ankara sei es "wert, sehr, sehr genau geprüft zu werden", sagte US-Außenminister John Kerry bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Washington. Die USA sind laut Kerry "zutiefst besorgt" über die Belagerung Kobanes durch IS, wie er nach einem Treffen mit seinem britischen Kollegen Philip Hammond am Mittwoch sagte.
08:05 | salzburg24

Wie geht es weiter?

Der neue NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg wird heute zu Gesprächen über den Kampf gegen IS in der Türkei erwartet.

US-Präsident Barack Obama bat im Kampf gegen IS um Geduld. "Es bleibt eine schwierige Mission", sagte Obama am Mittwoch nach Beratungen mit ranghohen Militärvertretern im Pentagon. "Ich habe von Beginn an gesagt, dass dies nicht etwas ist, was über Nacht gelöst wird."
07:39 | salzburg24

Die Eltern der amerikanischen ISIS-Geisel Peter Kassig (26) versuchen alles, um ihren Sohn freizubekommen. Paula Kassig hat jetzt über Twitter die Terror-Miliz um Kontaktaufnahme gebeten.
07:28 | salzburg24

07:17 | salzburg24

Kurden behalten Kontrolle

Trotz heftiger und blutiger Kämpfe in der Nacht auf Donnerstag kontrollieren laut US-Zentralkommando nach wie vor die Kurden weite Teile der Grenzstadt. Die kurdischen Kämpfer hielten den Angriffen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) stand, teilte das Zentralkommando der Vereinigten Staaten mit. Foto: epa


06:47 | salzburg24

IS-Kämpfer in zwei Stadtteile Kobanes eingerückt

Der Kampf in Kobane geht weiter: Die radikale IS-Miliz ist nach kurdischen Angaben in zwei Bezirke der strategisch wichtigen syrischen Stadt Kobane (Ayn al-Arab) an der Grenze zur Türkei eingerückt. Die Islamisten seien in der Nacht zum Donnerstag mit schweren Waffen, darunter Panzer, in den Ort eingedrungen, sagte der hochrangige kurdische Politiker Asya Abdullah der Nachrichtenagentur Reuters.
18:33 | salzburg24

Bis jetzt gibt es keine neuen Meldungen aus Kobane. Wir berichten morgen in diesem Live-Blog weiter.
17:55 | salzburg24

17:54 | salzburg24

Beratungen im Pentagon

US-Präsident Barack Obama trifft sich am Mittwochnachmittag (Ortszeit, 21 Uhr MESZ) mit führenden Militärvertretern zu Beratungen im Pentagon. Die USA fliegen seit Anfang August Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak und dehnten den Einsatz am 23. September auf Syrien aus. Nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom griffen Kampfflugzeuge und Drohnen am Dienstag und Mittwoch auch fünf IS-Ziele im Irak an. Unter anderem wurden irakischen Regierungstruppen westlich von Bagdad bei ihrem Kampf gegen die Jihadisten unterstützt.
17:05 | salzburg24

Truppentransporter zerstört

Bei vier Luftangriffen südlich von Kobane wurden den Angaben zufolge ein gepanzerter Truppentransporter, drei Fahrzeuge und ein Artillerie-Geschütz zerstört. Außerdem seien IS-Ziele südwestlich von Kobane und am Südrand der Stadt attackiert worden. Weiterhin griffen Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition ein Ausbildungslager nahe der IS-Hochburg Raqqa sowie einen Panzer bei Deir al-Zor an. An dem Militäreinsatz in Syrien beteiligen sich die USA und fünf arabischen Verbündete.
17:02 | salzburg24

US-geführte Allianz fliegt erneut sechs Luftangriffe

Kampfflugzeuge der USA und verbündeter Länder haben die Luftangriffe auf Stellungen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nahe der nordsyrischen Grenzstadt Kobane (Ayn al-Arab) am Mittwoch fortgesetzt. Nach Angaben der US-Streitkräfte wurden sechs Angriffe geflogen. Auch unbemannte Drohnen seien dabei zum Einsatz gekommen.
15:54 | salzburg24

US flogen sechs Luftangriffe auf Jihadisten in Kobane

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Dienstag sechs Luftschläge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im syrischen Grenzort Kobane durchgeführt. Dabei seien Panzerfahrzeuge und Artillerie zerstört worden, teilte die US-Kommandozentrale Centcom am Mittwoch mit.

Insgesamt flogen die USA demnach gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten in den vergangenen zwei Tagen nun Luftschläge in Syrien. Dabei kamen Bomber, Kampfflugzeuge und Drohnen zum Einsatz. Die USA flogen gemeinsam mit Großbritannien und den Niederlanden zudem fünf Luftschläge gegen den IS im Irak. Das wurde Mittwochnachmittag bekannt.
15:28 | salzburg24

"Situation ist schlimmer, als ihr denkt"

Ein kurdischer Aktivist namens Farhad al-Shami in Kobane sagte der dpa am Telefon, die Kämpfe konzentrierten sich auf den Osten der Stadt. "IS-Kämpfer haben eine groß angelegte Offensive begonnen, um den gesamten Bezirk Kani Araban unter ihre Kontrolle zu bringen", sagte er. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die kurdische Nachrichtenseite Welati meldeten dagegen, kurdische Kämpfer hätten den Vormarsch der Jihadisten gebremst und sie an den östlichen Stadtrand gezwungen.

Ein dpa-Korrespondent in Suruc berichtete von heftigen Gefechten in Kobane, die auf der türkischen Seite der Grenze zu hören seien. Verwundete kurdische Kämpfer würden aus Kobane in türkische Krankenhäuser gebracht. Ein Krankenwagenfahrer sagte der dpa, es stünden zu wenig Wagen zu Verfügung. "Es kommen mehr und mehr Verwundete an der Grenze an", sagte er.
14:50 | salzburg24

Kurden beschreiben Lage als dramatisch

Kurdische Kämpfer beschreiben die Lage in der von der Terrormiliz IS eingekesselten syrisch-kurdischen Stadt Kobane als dramatisch. "Die Situation ist schlechter, als die Menschen denken", sagte ein Kämpfer der Volksschutzeinheiten, der aus Kobane über die Grenze in die Türkei kam, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Suruc.
14:26 | salzburg24

Kurden melden Rückzug der IS-Miliz

Im nordsyrischen Kobane haben US-Luftangriffe nach kurdischen Angaben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an den Stadtrand zurückgedrängt. Bei einem Luftschlag am Mittwoch gegen eine Stellung der Jihadisten auf einem Hügel östliche der Stadt wurde nach Angaben kurdischer Medien ein Waffendepots zerstört. Die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) sprach von einer "Gegenoffensive" der Kurden.

11:34 | salzburg24

Neue Luftschläge gegen Jihadisten

Die internationale Koalition unter der Führung der USA hat Mittwochfrüh neue Luftschläge gegen die Terrormiliz IS in der syrischen Grenzstadt Kobane ausgeführt. Unmittelbar danach stieg dicker schwarzer Rauch von einem strategisch wichtigen Hügel im Osten der Stadt auf, berichtete ein AFP-Reporter.

Dabei sollen laut kurdischen Medien auch IS-Waffendepots zerstört worden sein. Die kurdischen Kämpfer am Boden konnten den Vormarsch der Terrormiliz stoppen.
10:29 | salzburg24

IS ist auf dem Rückzug

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich laut Aktivisten in der Nacht zum Mittwoch aus Teilen der umkämpften nordsyrischen Grenzstadt Kobane zurückgezogen. Infolge der internationalen Luftangriffe hätten die IS-Kämpfer Viertel im Osten und am Südwestrand der Stadt verlassen, seien aber weiterhin in der Stadt, hieß es von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

08:39 | salzburg24

Kurdenproteste: Zahl der Todesopfer auf 14 gestiegen

Bei den Kurdenprotesten in der Türkei gegen die Tatenlosigkeit Ankaras angesichts des Vormarsch der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien hat sich die Opferzahl auf 14 erhöht. 98 Menschen sind verletzt worden. Die Polizei setzte auch in der Metropole Istanbul und der Hauptstadt Ankara Tränengas und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein. Ein Demonstrant in Istanbul wurde durch einen Kopfschuss schwer verletzt.
07:30 | salzburg24

Jihadisten erobern Stadtteile von Kobane

Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) sind trotz internationaler Luftschläge und massiver Gegenwehr kurdischer Milizionäre in die strategisch wichtige syrische Grenzstadt Kobane eingedrungen. Wie Menschenrechtsbeobachter am Dienstag berichteten, übernahmen IS-Kämpfer mindestens drei östliche Stadtteile, in denen sie auf mehreren Gebäuden die schwarze Jihadistenflagge hissten.

07:21 | salzburg24

Schrei nach Hilfe

Während die Kurden mittels Demonstrationen mehr Unterstützung von der Türkei im Kampf gegen die IS fordert, sieht Ankara die USA in der Pflicht. Die Türkei fordert das US-Militär zu mehr Luftangriffen auf, um die Einnahme der kurdischen Grenzstadt Kobane (Ayn al-Arab) durch die Islamisten zu verhindern. Die Bombardierungen müssten aktiver und effizienter werden, sagte Vize-Ministerpräsident Yalcin Akdogan der Internetseite des TV-Senders "A Haber" zufolge.

Auch UN-Syrienvermittler Staffan de Mistura sieht dringenden Handlungsbedarf und hat die Weltgemeinschaft eindringlich zur Hilfe bei der Verteidigung der seit Tagen umkämpften syrisch-kurdischen Grenzstadt Kobane aufgefordert. Die Stadt stehe kurz vor der Einnahme durch die Miliz "Islamischer Staat" (IS), sagte de Mistura laut Mitteilung der Vereinten Nationen in Genf. Es brauche nun "konkrete Handlungen".

07:16 | salzburg24

Zwölf Tote bei Anti-IS-Protesten in Türkei

Bei Protesten gegen den Vormarsch der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf die syrische Grenzstadt Kobane in Nordsyrien sind in der Türkei nach Medienangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Wie die Zeitung "Hürriyet" in der Nacht zum Mittwoch weiter schrieb, seien zudem zahlreiche Menschen verletzt worden.

Neben Wien, Bregenz, Innsbruck und Graz gab es auch in Salzburg eine Kundgebung, berichtete die Polizei. Diese sei zwar nicht angemeldet gewesen, ist aber friedlich verlaufen.

Bei Protesten in Hamburg dagegen kam es zu Ausschreitungen, als sich den etwa 400 demonstrierenden Kurden 400 radikale Islamisten – vermutlich handelte es sich um Salafisten – entgegenstellten. Mehrere Menschen wurden verletzt.


Unser Live-Blog zum Thema Kobane geht morgen ab 6 Uhr weiter.

Ein Toter bei Kobane-Demonstrationen in der Türkei

Bei den Solidaritätsdemonstrationen für die umkämpfte syrisch-kurdische Stadt Kobane (Ayn al-Arab) ist einem Medienbericht zufolge in der Türkei ein Mensch getötet worden. Der 25-Jährige sei am Dienstag bei Zusammenstößen mit der Polizei in der vor allem von Kurden bewohnten Stadt Varto im Osten des Landes erschossen worden, berichtete die Zeitung "Radikal" unter Berufung auf einen Anwalt.

Die Polizei habe in die Menge geschossen. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Auch in anderen Städten des Landes kam es seit Montagabend zu Demonstrationen. Der Sender CNN Türk meldete, in der osttürkischen Provinz Mardin habe der Gouverneur eine Ausgangssperre in sechs Distrikten verhängt.

Hollande will mit Erdogan Hilfen für Kurden in Kobane erörtern


Frankreich will mit der Türkei noch am Dienstag Wege zur Unterstützung der von radikalislamischen IS-Milizen bedrängten Kurden in der nordsyrischen Stadt Kobane erörtern. "Es bahnt sich eine Tragödie an, und wir alle müssen handeln", sagte der französische Außenminister Laurent Fabius zu Abgeordneten.

Er kündigte an, Frankreichs Präsident Francois Hollande werde noch am Nachmittag mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan telefonieren, um zu erörtern, wie angesichts der dringlichen Lage reagiert werden könnte.

Kurden demonstrieren in ganz Europa

Kurdische Demonstranten haben am Montagabend in mehreren Städten Europas, darunter Wien, Bregenz, Innsbruck und Graz, mit Protestaktionen und Besetzungen auf die verzweifelte Lage in der umkämpften syrischen Grenzstadt Kobane aufmerksam gemacht. Am Dienstag wurde auch in Düsseldorf in Deutschland protestiert. Foto: APA/EPA/FEDERICO GAMBARINI


Schieder für Solidarität mit Kurden im Kampf gegen IS

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder hat sich am Dienstag in einer Aussendung bestürzt über die Ereignisse im nordsyrischen Kobane an der Grenze zur Türkei gezeigt. Die internationale Staatengemeinschaft müsse tätig werden, "um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden". Zahllose Berichte über Hinrichtungen, Völkermord und Vergewaltigungen zeigten "das Gesicht der mörderischen Ideologie der IS".

Erdogan bekräftigt Bodenoffensive

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Forderung nach einer Bodenoffensive zur Bekämpfung der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien bekräftigt. "Der Terror wird mit Luftangriffen nicht aufhören", sagte Erdogan am Dienstag beim Besuch in einem Flüchtlingslager im südtürkischen Gaziantep.

Notwendig sei eine Kooperation von Truppen am Boden. Bereits bei einer Parlamentssitzung Anfang Oktober hatte der Präsident betont, dass Luftangriffe nur eine vorübergehende Lösung darstellten.

IS eroberten Stadtteile von Kobane

Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) sind trotz internationaler Luftschläge und massiver Gegenwehr kurdischer Milizionäre in die strategisch wichtige syrische Grenzstadt Kobane eingedrungen. Wie Menschenrechtsbeobachter am Dienstag berichteten, übernahmen IS-Kämpfer mindestens drei östliche Stadtteile, in denen sie auf mehreren Gebäuden die schwarze Jihadistenflagge hissten. Foto: APA/EPA/SEDAT SUNA





14:03 | salzburg24

Kurden drangen in Europaparlament in Brüssel ein

Mehrere dutzend kurdische Demonstranten sind am Dienstag in das Europaparlament in Brüssel eingedrungen, um auf die Lage in der von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) belagerten syrischen Stadt Kobane aufmerksam zu machen. Die Protestteilnehmer, Männer wie auch Frauen, schwenkten kurdische Fahnen und ließen sich im Gebäude zu einem Sit-in nieder.

Während Bereitschaftspolizisten die Demonstranten umstellten, trafen sich mehrere Europaabgeordnete mit ihnen. Parlamentspräsident Martin Schulz zeigte sich schließlich bereit, eine Delegation der Kurden zu empfangen.

13:57 | salzburg24

Mangelnde Unterstützung

Die Terrormiliz konnte trotz der Luftschläge der USA und ihrer Verbündeten immer weiter auf Kobane vorrücken. Die Einnahme der Stadt wäre für den IS strategisch wichtig: Die Terrormiliz würde damit nicht nur ein großes zusammenhängendes irakisch-syrisches Gebiet, sondern auch weite Teile der Grenze zur Türkei kontrollieren.

Die kurdischen Kämpfer kritisierten von Anfang an, dass sie schlecht ausgerüstet seien und keinerlei Hilfe von außen erhielten. Der Ko-Präsident der syrischen Kurdenpartei PYD, Salih Muslim, warnte kürzlich vor einem Massaker, sollte der IS die Stadt einnehmen.

Die Kurden würden mit Kobane nicht nur eine Stadt verlieren. Es wäre ein herber Rückschlag für die kurdische Selbstverwaltung im Norden Syriens. Dort hatten die Kurden seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 drei selbstverwaltete Regionen etabliert - mit Kobane würden sie einen davon verlieren.

13:54 | salzburg24

Massenflucht in die Türkei

Seit Mitte September rückt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die kurdisch-syrische Stadt Kobane vor. Kurdische Volksschutzeinheiten verteidigen die Stadt verzweifelt. Nach türkischen Regierungsangaben sind mehr als 185.000 Menschen vor den Kämpfen in der Region Kobane in die angrenzende Türkei geflohen.
12:40 | salzburg24

Türkei wartet ab

Die Jihadisten brachten in der Nacht auf Dienstag laut Aktivisten drei Stadtteile von Kobane, das direkt an der syrisch-türkischen Grenze liegt und auch Ayn al-Arab genannt wird, unter ihre Kontrolle. Die Türkei sagte zwar ihre Unterstützung im Kampf gegen IS zu, schloss die Entsendung von Bodentruppen zunächst aber aus.

11:37 | Sultan Gencer

RT @jenanmoussa: Here a pic of the airstrike just now West #Kobane, Pic taken my phone cam. @akhbar http://t.co/vttiXe4z7a
11:24 | salzburg24

Zusammenstöße in Istanbul bei Demonstration für Kobane

Bei Demonstrationen für den Schutz der umkämpften syrisch-kurdischen Stadt Kobane ist es in Istanbul zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal wurden in der Nacht zu Dienstag aus den Reihen mehrerer Hundert Demonstranten Steine geworfen. Die Auseinandersetzungen im Stadtzentrum dauerten demnach bis weit nach Mitternacht an.

Foto: EPA/MARKUS SCHOLZ

11:21 | salzburg24

Straßenkämpfe begonnen

Die Kämpfe zwischen den IS-Extremisten und kurdischen Milizionären in Kobane hatten sich zuletzt nach Angaben von Aktivisten auf Viertel im Süden und Westen ausgeweitet, nachdem der IS zunächst drei Stadtviertel im Osten erobert hatte. Am Dienstagmorgen lieferten sich beide Seiten in mehreren Stadtteilen Gefechte.
11:20 | salzburg24

IS-Flagge gehisst

Die schwarze Flagge des IS weht bereits in der Nähe von Kobane. Drei Stadtviertel sollen die Terroristen bereits unter ihrer Kontrolle haben.
11:18 | salzburg24

Luftangriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Die US-geführte Koalition im Kampf gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat am Dienstag neue Luftangriffe gegen Stellungen der Extremisten in der umkämpften syrischen Grenzstadt Kobane geflogen. Dabei wurden Ziele im Südwesten der Kurdenstadt getroffen, wie eine AFP-Reporterin von der türkischen Grenze berichtete.
11:10 | salzburg24

Die Terror-Miliz Islamischer Staat rückt im Nordirak und in Syrien immer weiter vor. Eine westliche Allianz versucht, die brutalen Kämpfer mit Luftschlägen zu schwächen. Verfolgen Sie den Kampf gegen den IS-Terror im News-Ticker von SALZBURG24.

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