Nach Schock zeigen Salzburger Bullen Celtic die Hörner

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Takumi Minamino (li.) und Doppeltorschütze Munas Dabbur drehten das Spiel der Salzburger gegen Celtic Glasgow.
Takumi Minamino (li.) und Doppeltorschütze Munas Dabbur drehten das Spiel der Salzburger gegen Celtic Glasgow. - © GEPA/Red Bull
Salzburg bleibt auch im 49. Bewerbsspiel in Folge ungeschlagen. Die Mozartstädter weisen Celtic Glasgow mit 3:1 in die Schranken und führen die Gruppe B der Europa League an. Vor den Augen von ÖFB-Teamchef Franco Foda zeigten die Bullen erst spät ihre Hörner.




Die Partie begann vor 24.085 Zuschauern gegen die Schotten allerdings mit einem Schock: Nachdem sich André Ramalho von Odsonne Edouard viel zu leicht abschütteln ließ, nütze der Glasgow-Angreifer den Kniefall des Bullen in der zweiten Minute zur Führung.

Salzburg kann Schock nicht verdauen

In der Folge lief dann nicht mehr viel zusammen bei Salzburgs Euro-Bullen. Viele Fehlpässe schlichen sich in deren Drangperiode ein. Zudem fand die Elf von Trainer Marco Rose kein Mittel, um gegen die schottische „Zehner-Mauer“ durchzukommen. Die Versuche von Takuma Minamino, Munas Dabbur und Xaver Schlager blieben allesamt zu harmlos. So ging der Vorjahres-Halbfinalist mit einem Rückstand in die Katakomben.

Dabbur widmet Doppelpack verstorbenem Onkel

So schnell Salzburg zu Beginn in Rückstand geriet, so eilig hatten es die Mozartstädter, das Spiel zu drehen. Den Anfang machte Dabbur (55.) nach einer Vorarbeit von Wolf, als er einen Querpass mit links zum Ausgleich verwertete. Den Treffer widmete der Israeli mit der Aufschrift „R.I.P. UNCLE“ – auf seinem Unterleibchen – seinem verstorbenen Onkel. Minamino (61.) setzte fünf Minuten später mit der Führung einen drauf, während Dabbur sein 15. Tor im 17. Saisonspiel feiern durfte und so Celtic endgültig die Hörner zeigte. “Die Mannschaft reagierte hervorragend auf den Rückstand”, sagte Rose.

Ein bewegender Moment: Dabbur gedenkt Beim Torjubel seinem verstorbenen Onkel./GEPA/Red Bull Ein bewegender Moment: Dabbur gedenkt Beim Torjubel seinem verstorbenen Onkel./GEPA/Red Bull ©

ÖFB-Teamchef Franco Foda jubelt mit Salzburg

Mit dem “Face-Lifting” in Hälfte zwei setzte sich die Qualität der Salzburger schlussendlich durch. Die Rose-Crew zeigte mit schnellen Kombinationen in die Offensive vor den Augen von Franco Foda sein wahres Gesicht. Der ÖFB-Teamchef fieberte auf der Tribüne mit den Bullen mit und feierte sogar das 3:1 des Japaners. Danach sah Foda relativ klare Kräfteverhältnisse: Salzburg dominierte das Geschehen, während die konstruktiv agierenden Schotten völlig geschockt wirkten. Zlatko Junuzovic hätte den Vorsprung weiter hochschrauben können. Der eingewechselte Mittelfeldmann verfehlte das Ziel zunächst knapp und traf im Finish noch die Stange (86.).

49 Spiele in Serie ungeschlagen

In der Tabelle führt Salzburg mit dem Punktemaximum von 6 Zählern vor RB Leipzig (3), Celtic (3) und Rosenborg Trondheim (0). Weiter geht es für den Halbfinalisten der Vorsaison am 25. Oktober zu Hause gegen Rosenborg. 14 Heimspiele sind die Salzburger auf der Europa-League-Bühne nun ungeschlagen, davon feierten sie zehn Siege. Bewerbsübergreifend halten die Bullen bei 49 unbesiegten Partien. Eine stolze Serie, auf die wohl ganz Europa neidisch sein kann.

Rose will Hoffenheim-Gerüchte nicht kommentieren

Einem kicker-Bericht zufolge soll Rose nach dem Abgang von Julian Nagelsmann zu RB Leipzig auf der Wunschliste der TSG Hoffenheim ganz oben stehen. Bei der Pressekonferenz blockte der Coach in gewohnter Manier ab und wies auf seine Aufgabe in Salzburg hin: “Solche Gerüchte will ich nach so einer grandiosen Leistung nicht kommentieren. Vielmehr liegt der Fokus bei der Weiterentwicklung des Teams. Letztes Jahr hat es solche Deutungen auch schon gegeben und ich sitze immer noch hier. Wir haben mit Salzburg heuer noch viel vor.”

HIER könnt ihr den LIVETICKER nachlesen.

Europa League: FC Salzburg – Celtic Glasgow 3:1 (0:1)

Tore: Edouard (2.), Dabbur (55., 73), Minamino (61.)
Salzburg:
Walke – Lainer, Ramalho, Pongracic, Ulmer- Haidara, Samassekou, Wolf, X. Schlager – Minamino, Dabbur
Celtic: Gordon – Lustig, Hendry, Boyata, Tierney – Mulumbu, Ntcham – Forrest, McGregor, Edouard – Griffiths

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