Luftangriff auf Frauen-Krankenhaus in Syrien

Akt.:
Syrische Städte liegen in Schutt und Asche
Syrische Städte liegen in Schutt und Asche - © APA (Archiv/AFP)
Russische oder syrische Kampfflugzeuge haben Beobachtern zufolge am Freitag ein Frauen-Krankenhaus in der von Rebellen gehaltenen Provinz Idlib beschossen. Dabei seien drei Menschen in der Nachbarschaft getötet worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Das Krankenhaus in der Ortschaft Termanin habe seinen Betrieb einstellen müssen.

Begleitet von neuen Luftangriffen sind die syrischen Regierungstruppen unterdessen weiter auf den von Aufständischen kontrollierten Ostteil Aleppos vorgerückt. Mehrere Stadtviertel im Osten der umkämpften nordsyrischen Großstadt wurden bombardiert, wie die Beobachtungsstelle mitteilte. Schwere Kämpfe gab es demnach im Stadtteil Masaken Hanano, den die Regierungstruppen inzwischen zu mehr als der Hälfte eingenommen haben.

Aleppo ist seit dem Sommer 2012 zwischen Regierung und Rebellen geteilt. Seit Monaten versuchen die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad mit Unterstützung der russischen Luftwaffe, die Stadt wieder vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Am 15. November starteten sie eine neue Offensive. Seitdem wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle fast 190 Zivilisten im Ostteil Aleppos und 16 Zivilisten im Westteil Aleppos getötet.

Staaten des Westens und Menschenrechtler haben der syrischen Luftwaffe und ihren russischen Verbündeten wiederholt vorgeworfen, absichtlich Krankenhäuser und andere zivile Infrastruktur-Einrichtungen in Rebellengebieten anzugreifen. Die Regierungen in Damaskus und Moskau haben diese Darstellung zurückgewiesen und erklärt, ihre Luftangriffe richteten sich ausschließlich gegen Extremisten.

(APA/ag.)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen