59. Anton-Wallner-Gedenkfeier in Bruck: Schützen geehrt

Sechs Schützenmitglieder wurden von LH Haslauer (re. im Bild) gewürdigt.
Sechs Schützenmitglieder wurden von LH Haslauer (re. im Bild) gewürdigt. - © LMZ/Neumayr
Anlässlich der 59. Anton-Wallner-Gedenkfeier fanden sich am Sonntag zahlreiche Schützenabordnungen aus dem gesamten Bundesland Salzburg in Bruck an der Großglocknerstraße (Pinzgau) ein. Sechs Mitglieder von Schützenvereinen wurden im Zuge dessen von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) mit dem Verdienstzeichen des Landes geehrt.

“Die Salzburger Schützen sind wesentlicher Bestandteil des heimischen Vereinswesens und des Brauchtums”, so Haslauer als Schirmherr der 109 Salzburger Schützenkompanien und Garden des Bundeslandes.

Das Verdienstzeichen des Landes erhielten:

  • Obmann Gerhard Aigner aus Schwarzach (Pongau), seit 2001 Obmann der Historischen Salzleckerschützen Schwarzach
  • Schützenhauptmann Franz Brandauer aus Elsbethen (Flachgau), seit 2006 Schützenhauptmann der Prangerschützen Elsbethen
  • Schützenhauptmann Peter Eder aus Kuchl (Tennengau, seit 2006 Schützenhauptmann des Schützenkorps Kuchl
  • Obmann Manfred Prodinger aus Mariapfarr (Lungau), seit 2008 Obmann der Historischen Schützen Mariapfarr
  • Hauptmann Johann Wesenauer aus Berndorf (Flachgau), von 2006 bis 2015 Hauptmann der Prangerstutzenschützen Berndorf
  • Major (in Tradition) Guido Zobel aus Salzburg, seit 2016 Kommandant und Obmann des Salzburger Traditionsverbandes k.u.k. Infanterieregiment Nummer 59 “Erzherzog Rainer”

Schützenwesen hat lange Tradition

Das Schützenwesen im Land Salzburg hat eine lange und große Tradition, die aus der Geschichte des Fürsterzbistums Salzburg resultiert und sich nachweislich bis zum Jahr 1278 (Gründungsurkunde des Oberndorfer Schiffer-Schützen-Corps) zurückverfolgen lässt.

Landesschützenfeier zum Gedenken an Freiheitskämpfe

Mit der Anton-Wallner-Gedenkfeier wird alljährlich der Freiheitskämpfe 1809 der Tiroler und Salzburger gegen die Franzosen und Bayern gedacht. Wallner wurde vom Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer mit der Organisation der Salzburger Landesverteidigung gegen die Bayern und Franzosen beauftragt. Der gebürtige Pinzgauer und unermüdliche Schützenkommandant verstand es, die Schützen und Bauern im Land Salzburg zusammenzubringen, um sich dem Vordringen der feindlichen Truppen entgegenzustellen.

Wer war Anton Wallner?

Anton Wallner wurde um 1768 als neuntes Kind der Bauern am Hinterlehenerhof in Oberkrimml (Pinzgau) geboren und heiratete 1785 die Wirtstochter Therese Egger aus Wald im Pinzgau. Mit ihr hatte Wallner 16 Kinder. Er kaufte in Windisch Matrei (heute Matrei in Osttirol) das Aichberger Wirtshaus, das jedoch bei den Freiheitskämpfen geplündert und vernichtet wurde.

Am 13. Februar 1810 erhielt Anton Wallner von Kaiser Franz I. für seine Treue ein Landgut und eine Pension geschenkt. In Wien kursierte jedoch das Gerücht, Wallners Frau und seine Kinder seien währenddessen von fremden Soldaten ermordet worden. Diese Nachricht, die sich als falsch herausstellte, traf Anton Wallner so schwer, dass er zwei Tage später in Wien verstarb.

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