Bergrettung meldet Rekord an Einsatzstunden

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Alle Hände voll zu tun: Salzburgs Bergretter waren im Jahr 2017 vielbeschäftigt.
Alle Hände voll zu tun: Salzburgs Bergretter waren im Jahr 2017 vielbeschäftigt. - © Bergrettung Salzburg
Salzburgs Bergretter waren im Vorjahr insgesamt 11.857 Stunden im Einsatz – und damit 4.084 Stunden mehr als noch 2016. Auch bei den Einsätzen war die Tendenz steigend. Probleme gibt es bei den Einsatzkosten.

Salzburgs Bergretter zogen bei der 71. Landesversammlung in Zauchensee (Pongau) am Wochenende Bilanz. Zu insgesamt 610 Einsätzen rückten die Bergretter im Jahr 2017 aus. “Das sind um 75 mehr als im Jahr 2016, da hatten wir 535 Einsätze“, erklärt Landesleiter Balthasar Laireiter in einer Aussendung. Insgesamt 598 Personen bargen die Bergretter, davon konnten 38 Menschen nur noch tot geborgen worden. Damit wurde der Rekord von 2016 egalisiert, auch vor zwei Jahren wurde die bisherige Höchstzahl von 38 Toten erreicht. Zum Vergleich: 2015 wurden 25 Tote geborgen.

4.084 Einsatzstunden mehr für Salzburgs Bergretter

Ebenfalls einen Rekord stellte die Zahl der Einsatzstunden im vergangenen Jahr dar: Die rund 1.400 Salzburger Bergretter kamen auf insgesamt 11.857 Einsatzstunden, 2016 waren es noch 7.773 gewesen. Damit leisteten die Bergretter um 4.084 Stunden mehr als noch im Jahr 2016.

Bergrettung mit den meisten Einsätzen im Pongau

Die meisten Einsätze gab es im Pongau (279), gefolgt vom Pinzgau (172), dem Flachgau (92) und dem Tennengau (38), Schlusslicht ist der Lungau, der allerdings mehr als doppelt so viele Einsätze wie 2016 vorweisen kann. 2017 rückten die Bergretter im Lungau 29-mal aus, 2016 waren es noch 14 Einsätze. Pro Einsatz waren durchschnittlich rund vier Bergretter beteiligt. Die meisten Einsätze hatten die Bergretter im Jänner zu verzeichnen (124 Einsätze), an zweiter Stelle rangiert der August (105), gefolgt von Februar (83), Juli (51) und Dezember (49.).

Tragischer Einsatz in Krimml

Bei mehr als der Hälfte aller Einsätze lagen ein Sturz oder ein Absturz als Unfallursache zu Grunde, dass sich jemand verirrt hatte war der dritthäufigste Grund. So waren fast ein Drittel aller Bergrettungs-Einsätze Sucheinsätze. Der tragischste Unfall im vergangenen Jahr ereignete sich im August am Wildgerloskees im Krimml (Pinzgau), wo fünf Bergsteiner einer sechsköpfigen Seilschaft aus Bayern vor Ort umkamen, der sechster erlag im Krankenaus seinen schweren Verletzungen.

Probleme bei den Einsatzkosten

Durch die steigende Zahl der Einsätze sehe die Bergrettung auch immer wieder Probleme mit der Verrechnung der Einsatzkosten: “Gerade bei Sucheinsätzen oder wenn ein Hubschrauber nötig ist, sind schnell hohe Einsatzkosten erreicht“, erklärt Laireiter. Auch wenn die Bergretter allesamt ehrenamtlich arbeiten, ist ein Einsatz auch immer mit Kosten verbunden. Für 28 Euro kann sich eine ganze Familie daher als Förderer der Bergrettung Salzburg versichern.

 

Bergrettung stellt auf digitale Funktechnik um

Das Geld kommt der Bergrettung zu Gute, die so beispielsweise moderne Ausrüstungsgegenstände anschaffen kann. So wurde zu Jahresbeginn 2018 die Umstellung von analoger auf digitale Funktechnik abgeschlossen. Die Bergrettung verfügt nun über 500 Digitalfunkgeräte. “Wir können so mittels einer GPS-Koordinatenanzeige die Position unserer Einsatzkräfte bestimmen“, erläutert Axel Ellmer, der Technikreferent der Bergrettung.

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