Betrug und Veruntreuung: Autohaus-Geschäftsführer und Mitarbeiter verursachen 500.000-Euro-Schaden

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Großbetrug in Lungauer Autohaus.
Großbetrug in Lungauer Autohaus. - © Bilderbox
Einen Schaden von mehr als einer halben Million Euro haben der Geschäftsführer eines Autohauses in Tamsweg (Lungau) und zwölf seiner Mitarbeiter durch Betrug und Veruntreuung von Firmengeldern verursacht. Es gab eine eigene Schwarzgeldkasse und Versicherungsbetrug stand an der Tagesordnung. Der Fall ist komplex. Staatanwaltschaft und Polizei ermitteln.

Mitte Dezember letzten Jahres erstattete die Besitzerin eines Autohauses in Tamsweg Anzeige gegen ihren eigenen Geschäftsführer. Die Unternehmerin gab an, dass der Geschäftsführer diverser Untreuehandlungen verdächtig sei. Er habe über Firmenkosten Privataufwendungen bezahlt und durch Geschäftspraktiken einen immensen innerbetrieblichen Schaden verursacht.

Ein ermittelnder Beamte der Polizeiinspektion Tamsweg konnte dem Mann schließlich eine Vielzahl an Untreuehandlungen nachweisen: Der Geschäftsführer bereicherte sich am Firmenvermögen, indem er private Aufwendungen auf Firmenkosten (Kredite, Anschaffungen für den Hausbau, Missbrauch der firmeninternen Kreditkarte) über das Firmengirokonto abbuchen ließ. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich auf 60.000 Euro. Weiters verkaufte der Beschuldigte eingetauschte Gebrauchtwagen mittels gefälschten Verträgen “schwarz” an Kunden.

„Untreue, Betrug, Schwarzgeldkasse“

An den Untreuehandlungen beteiligte sich unter anderem auch der Buchhalter der Firma, der die privaten Aufwendungen zum Vorteil des Geschäftsführers abbuchte. Sowohl der Geschäftsführer als auch der Buchhalter haben sich dadurch unrechtmäßig bereichert, in dem sie eine Schwarzgeldkasse einrichteten und sich daraus laufend Beträge entnahmen.

Versicherungsbetrug in großem Stil

Auch eine Vielzahl an Versicherungsbetrugshandlungen klärte der Beamte auf: In Zusammenarbeit mit weiteren Angestellten des Autohauses, darunter Serviceberater und Sekretärinnen, wurden teils fälschliche oder fingierte Schadensfälle an Versicherungen gemeldet und über nicht erfolgte Schadensreparaturen die Erlöse lukriert. Diese Erlöse blieben teils am Firmenkonto oder ließ sich der Geschäftsführer vom Buchhalter auf das Bankkonto seiner Gattin anweisen. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich auf 33.000 Euro.

Geschäftsführer wollte Autohaus in Insolvenz führen

Der Geschäftsführer wird beschuldigt, bewusst und gezielt eine falsche Geschäftsphilosophie ausgeführt zu haben, in dem er für Eintauschwagen (Gebrauchtwagen) teils immense Preise bezahlte und somit die Firma in Richtung Insolvenz führte. Sein Hintergedanke: Er wollte die Firma selbst übernehmen und neu gründen. Dem Unternehmen entstand ein Schaden in der Höhe von rund 500.000 Euro, eine Insolvenz konnte zumindest vorerst aber abgewendet werden.

 

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