Das ist bei Gewittern in den Bergen zu tun

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Gewitter in den Bergen können gefährlich werden.
Gewitter in den Bergen können gefährlich werden. - © Naturfreunde/Martin Edlinger
Wer in den Ferien oder am kommenden Wochenende eine Bergtour unternehmen möchte, sollte sich den Wetterbericht genau ansehen. Nicht nur kann das Wetter in den Bergen schnell umschlagen, Gewitter zählen zu den gefährlichsten Situationen in die Bergsteiger kommen können. Diese Tipps solltet ihr beachten, wenn ihr in den Bergen in ein Gewitter kommt. Außerdem geben wir euch einen Ausblick auf das Wetter der restlichen Woche.

Eine gute Tourenplanung kommt nicht ohne Wetterbericht aus. Mit Smartphones und Co. ist der aktuellste Wetterbericht so einfach einzusehen wie noch nie. Doch die Naturfreunde Salzburg warnen: Nicht alle Apps oder Internetseiten sind verlässlich. Durch eine sehr grobe Rasterung kann es zu starken regionalen Abweichungen kommen. Eine sehr gute Grundlage zur Tourenplanung liefern Wetter-Apps und –Portale mit Prognosedaten der Zentralen Anstalt für Metereologie und Geodynamik (ZAMG). Dazu gehört auch das der Naturfreunde, das speziell auf den Alpenraum ausgerichtet ist.

Zwei Arten von Gewittern:

Mit Gewitter ist in den Sommermonaten sehr häufig zu rechnen. Es gibt zwei Arten von Gewittern, die unterschiedliches Verhalten erfordern. Das eine sind Wärmegewitter. Besonders in der warmen Sommerzeit treten sie häufig auf und entstehen bei instabilem Schönwetter, meist nachmittags bis zum Abend hin. Ein drohendes Wärmegewitter lässt sich an schnell in die Höhe quellenden Haufenwolken erkennen. Spätestens wenn sich hohe Wolkentürme bilden ist es höchste Zeit sich nach einem geschützten Ort umzusehen. Bei Gefahr von Wärmegewittern oder wenn im Wetterbericht von labilen Luftmassen die Rede ist, sollten Bergtouren besser nur für den Vormittag geplant werden.

quellwolken1-martin-edlinger Wenn sich die Wolken zu Türmen aufbauschen, heißt es Unterschlupf suchen. Foto: Naturfreunde/Martin Edlinger ©

Frontgewitter entstehen an einer Kaltfront und sind ohne guten Wetterbericht wesentlich unberechenbarer als Wärmegewitter. Sie bringen einen Wettersturz und beenden oft eine Schönwetterperiode. Unmittelbar vor dem Nahen einer Kaltfront ist es oft noch besonders schön oder gar wolkenlos. Unberechenbar sind sie deshalb, da ein Frontgewitter vom Wolkenbild her oft nicht rechtzeitig erkannt wird und sehr rasch auftaucht. Kaltfronten können auch im Hochsommer für Schneeschauer und eisige Temperaturen im Hochgebirge sorgen. Hier kann vor allem das Einholen des Wetterberichts lebenswichtig werden: Bei Ankündigung eines Frontgewitters nur kleine Touren unternehmen, die schnell abgebrochen werden können.

Gewittergefahr steigt am Nachmittag an

Im Sommer empfiehlt sich ein zeitiger Start beim Wandern und Bergsteigen. Am Nachmittag steigt im Allgemeinen die Gewittergefahr an. Die Naturfreunde raten außerdem, die Wolkenentwicklung zu beobachten.

So übersteht ihr ein Gewitter in den Bergen

Solltet ihr trotz bester Vorbereitung bei eurer Bergtour in ein Gewitter geraten, solltet ihr folgendermaßen vorgehen:

  • Berghütten und Häuser mit Blitzableitern bieten den besten Schutz.
  • Hockende, zusammengekauerte Haltung mit geschlossenen Beinen einnehmen.
  • Mitglieder von Gruppen sollten sich weit verteilen.
  • Abstand von einzelnen Bäume oder Baumgruppen halten.
  • Berggrate und Berggipfel sowie Waldränder mit hohen Bäumen meiden.
  • Vorsicht auch vor Höhlen und Überhängen, vor allem wenn sie feucht oder zu klein und zu niedrig sind.
  • Wasserführende Rinnen verlassen.
  • Klettersteige mit Stahlseilsicherungen meiden.

Gewittergefahr am Freitag besonders hoch

Nach der Hitzewelle kommt die Abkühlung. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag rechnet UBIMET-Metereologe Josef Lukas mit einer Kaltfront und Regenschauern. Der Donnerstag beginnt wolkig und kühl, am Vormittag kann es vor allem in den Gebirgsgauen regnen. Nur im Lungau soll es trocken bleiben. Tagsüber lockert es dann auf, auch die Sonne kommt hin und wieder hinter den Wolken hervor. Am sonnigsten wird es dabei im Lungau und im nördlichen Flachgau. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 und 24 Grad.

Der Freitag ist ähnlich. Es ziehen Schauer über das ganze Bundesland, auch Gewitter sind möglich. Es bleibt unbeständig bei 17 bis maximal 23 Grad. Der Samstag beginnt trüb und regnerisch, vor allem nördlich der Tauern. Ab Mittag wird es aber freundlicher und sonniger. Temperaturmäßig ist der Samstag der Tiefpunkt der Woche, erklärt Lukas aus Anfrage von SALZBURG24. Die Temperaturen kommen nicht über 21 Grad hinaus. Am Sonntagnachmittag kann man die Badesachen wieder einpacken, es bleibt trocken. Richtig heiß wird es ab Montag: Der Sommer in Salzburg ist zurück und bringt uns fast überall mehr als 30 Grad.

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