Erste Bilanz zu Unwetter in Salzburg: Große Schäden an Infrastruktur

Auch das Bundesheer war bei Aufräumarbeiten Anfang August in Großarl im Einsatz.
Auch das Bundesheer war bei Aufräumarbeiten Anfang August in Großarl im Einsatz. - © Land Salzburg/Unterberg
Die Unwetter im Süden Salzburgs haben Anfang August mit Vermurungen und Überflutungen im Pongau, Pinzgau und Lungau große Schäden an Gebäuden und Infrastruktur angerichtet. Der Katastrophenfonds des Landes hat nun eine erste Zwischenbilanz der Schadensmeldungen gezogen.

“Die meisten Schadensmeldungen seit Juni dieses Jahres betreffen das Unwetter-Wochenende von 4. auf 5. August. Insgesamt wurden bisher aus Großarl 57 Schäden gemeldet, 35 aus Dorfgastein, 20 aus Forstau, 19 aus Weißpriach und 15 aus Untertauern”, bilanzierte der für den Katastrophenfonds zuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) am Freitag.

Unwetter: Große Schäden an der Infrastruktur

In erster Linie sind Schäden durch Vermurungen an der Infrastruktur und an landwirtschaftlich genutzten Flächen, sogenannte Flurschäden, entstanden. Das Räumen von Wildbachsperren und das Beseitigen von Geröll verursachte hohe Kosten bei den Soforthilfeeinsätzen. Reinhalteverbände verzeichnen höhere Schäden von bis zu 100.000 Euro durch die Verlegung von Kanalsystemen. Bisher sind fünf Wohnhäuser und wenige Betriebe als geschädigt bekannt. Ein Wohnhaus in Großarl bedarf einer Generalsanierung. Der Schaden beträgt mehr als 100.000 Euro. Bei einem Kraftwerk in Dorfgastein wird ein Schaden in der Höhe von zirka 100.000 Euro geschätzt. Ebenso sind viele Infrastruktureinrichtungen der Gemeinden geschädigt worden.

Schutzbauten verhindern schwerere Schäden

“Ohne die wirkungsvollen Schutzbauten in den Unwettergebieten wären die Schäden deutlich größer ausgefallen. Insgesamt rechne ich derzeit mit rund zwei Millionen Euro an Soforthilfemaßnahmen, die bezahlt werden. Bis zu 40 Bagger waren am Unwetter-Wochenende und in den darauffolgenden Tagen nur im Pongau gleichzeitig im Einsatz. Die weiteren Niederschläge richteten kaum weitere Schäden an. Das ist auf den raschen und punktgenauen Einsatz zurückzuführen. Katastrophenschutz des Landes und Wildbach- und Lawinenverbauung haben hier sehr gut zusammengearbeitet. Neben den Soforthilfemaßnahmen erwarten wir zwei Millionen Euro an Beihilfen, die aus dem Katastrophenfonds an die Betroffenen ausbezahlt werden”, so der Landesrat.

Schäden in der Höhe von sechs Millionen Euro gemeldet

“An Privathäusern und betrieblichen Einrichtungen wurden Schäden in der Höhe von sechs Millionen Euro abzüglich der Versicherungsleistungen gemeldet. Durch den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren und der Unterstützung durch das Bundesheer konnten jedoch weit größere Schäden verhindert werden. Als größtes Glück sehe ich allerdings, dass bei den Unwettern keine Menschen verletzt wurden.” Schwaiger dankte den 600 Feuerwehrleuten, “die Tag und Nacht im Einsatz waren, um den Menschen bestmöglich zu helfen”.

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