Landesklinik Tamsweg: Sanierung im Zeitplan

Im Bild (v.li.). Der technische Leiter Helmut Flößl und der stellvertretende Wirtschaftsdirektor Oswald Lackner.
Im Bild (v.li.). Der technische Leiter Helmut Flößl und der stellvertretende Wirtschaftsdirektor Oswald Lackner. - © LMZ/Melanie Hutter
Zwei Operationssäle sind schon fertig, die Tagesklinik auch, das dritte und vierte Obergeschoß ebenfalls. Vieles ist geschafft, aber einiges wartet noch. Den Kabelsalat im ersten Stock können nur Profis überblicken. In den künftigen Krankenzimmern stehen die verpackten Möbel. Dort wird gestrichen, hier wird noch verputzt. Die Generalsanierung der Landesklinik Tamsweg (Lungau) ist in vollem Gange – von Abteilung zu Abteilung, um den laufenden Betrieb zu gewährleisten.

Die Eckdaten der Generalsanierung des teils 110 Jahre alten Tamsweger Spitals sind schnell aufgezählt: 23 Millionen Euro werden investiert, um das Regionalkrankenhaus zukunftsfit zu machen. Zwei Millionen Euro kommen für den neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Gebäudes dazu. Zur Zeit gibt es 84 Betten, nach Fertigstellung 2019 wieder 105, 300 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Spitalsablauf. Wie das Landesmedienzentrum am Sonntag in einer Aussendung mitteilte, könnten sowohl Zeit- als auch Finanzplan eingehalten werden.

Weit mehr als ein Spital

Doch das Krankenhaus in Tamsweg ist weit mehr als Daten und Fakten. Es ist wie ein schlagendes Herz für die Lungauer, so gesehen im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig. Und die “Operation” an diesem, also die Umbauarbeiten, garantieren eine moderne, medizinische Versorgung. “Ich freue mich über den plangemäßen Fortschritt bei den Umbauarbeiten in der Landesklinik Tamsweg. Dabei werden viele strukturelle Verbesserungen durchgeführt, die den künftigen Anforderungen gerecht werden und sowohl den Patienten als auch den Mitarbeitern zu Gute kommen”, so Landeshauptmann-Stellvertreter Gesundheitsreferent Christian Stöckl.

Der Betrieb geht weiter – logistische Meisterleistung

Die Wirtschaftsdirektorin Andrea Schindler-Perner und der technische Leiter Helmut Fößl geben einen aktuellen Einblick in die Generalsanierung. Stück für Stück “wandern” die Arbeiten, um den Krankenhausbetrieb weiter zu ermöglichen, “das ist fast wie Mühle spielen, Stationen und Abteilungen werden hin und her geschoben, Zug um Zug. Alles mit größtmöglicher Rücksicht auf Patienten und Mitarbeiter. Dennoch mussten manche Bereiche drei Mal umziehen, es ist und bleibt ein riesiger logistischer Aufwand”, unterstreicht die Wirtschaftsdirektorin. SALK Geschäftsführers Paul Sungler fügt hinzu: “Trotz der täglichen Herausforderungen durch die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb überwiegt bei unseren Mitarbeitern und Patienten die Freude an dem, was hier entsteht. Das zeigt uns die hundertprozentige Unterstützung aller für die notwendigen Maßnahmen.”

Die Tagesklinik ist bereits fertiggestellt./LMZ/Melanie Hutter Die Tagesklinik ist bereits fertiggestellt./LMZ/Melanie Hutter ©

Der aktuelle Stand der Generalsanierung

Fertig sind das dritte und vierte Obergeschoß, die Tagesklinik und die zwei Operationssäle. Fast fertig sind die Zentralsterilisation samt Endoskopie, der Schockraum und die neue Computertomographie. Voll im Gange ist die Baustelle in den Bereichen erstes Obergeschoß (bis Dezember), die neuen Kreißsäle (bis Dezember) und das Erdgeschoß mit der Physiotherapie. Die neue Lüftungszentrale, Herzstück der Technik, wird im Oktober fertig. “Die Technik wird komplett erneuert, das ist wichtig für ein funktionierendes Spital. Im Prinzip könnte ich dann fast alles von zu Hause aus mit dem Tablet steuern”, erklärt Helmut Fößl.

Ambulanzen werden in Containern untergebracht

Sind die einen Projekte abgeschlossen, geht man gleich die nächsten an. Im Oktober werden die Ambulanzen in hochmoderne Container verlegt, die ans Haus direkt angelagert sind. “Ich denke, dass das keine Probleme machen wird. Diese Lösungen sind inzwischen ausgeklügelt, die Patienten werden kaum einen Unterschied merken”, ist Andrea Schindler-Perner überzeugt.

Die Stützen für den Hubschrauber-Landeplatz stehen schon

Auffälliges Merkmal der “Landesklinik Tamsweg 2.0” wird der Helikopter-Landeplatz am Dach des Gebäudes sein. Die Stützen dafür stehen schon, die Verletzten können vom Dach schnell und problemlos ins Gebäude gebracht werden. Nötig wurde die Zusatzinvestition durch neue gesetzliche Auflagen.

Daten und Fakten zur Landesklinik Tamsweg auf einen Blick

  • 300 Mitarbeiter, ab Jänner 2020 wieder 105 Betten.
  • Zwei Operationssäle und eine neue Tagesklinik.
  • Ein neuer Computertomograph um zirka 400.000 Euro.
  • Die Generalsanierung kostet 23 Millionen Euro.
  • Der neue Hubschrauberlandeplatz kommt auf zwei Millionen Euro.
  • Alle Arbeiten liegen im Zeitplan, auch das Budget wird eingehalten.
  • 2008 löste das Land Salzburg die Gemeinde Tamsweg als Rechtsträger ab. Seit 1. Jänner 2016 gehört das Krankenhaus zu den Salzburger Landeskliniken.

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