Papas von heute erziehen demokratisch

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Väter gehen die Erziehung ihrer Kinder anders an.
Väter gehen die Erziehung ihrer Kinder anders an. - © MAM Babyartikel
Am Sonntag ist Vatertag. Zum Ehrentag wurden Eltern gefragt: Was bewegt Papas in Österreich? Die Ergebnisse zeigen, dass Väter ihre Kinder heutzutage völlig anders erziehen, als noch ihre Väter und Großväter. Vor allem bei der Arbeitsteilung mit den Müttern gibt es aber weiterhin Aufholbedarf.

Durchgeführt wurde die Studie von der Babyartikelmarke “MAM” und dem Meinungsforschungsinstitut “marketagent.com”. Befragt wurden 500 Mütter und Väter in Österreich zwischen 20 und 45 Jahren, mit mindestens einem Kind unter drei Jahren. Die Studie zeigt: Den “typischen” Papa gibt es nicht. “Heimische Männer gehen im Umgang mit ihrem Nachwuchs meist andere Wege, als ihre eigenen Väter und Großväter. Gleichzeitig gibt es noch Potential nach oben, wenn es um 50:50 bei der Erziehung der Kinder zwischen Müttern und Vätern geht”, fasst Sandra Teja von “MAM” die Ergebnisse zusammen.

Väter geben ihren Kindern Mitspracherecht

Ein Großteil (59 Prozent) der österreichischen Papas zieht seine Kinder durch den sogenannten demokratischen Erziehungsstil groß. Heißt konkret: Erziehungsberechtigte beziehen ihren Nachwuchs bei Entscheidungen mit ein, legen aber gleichzeitig Wert auf gemeinsame Regeln. Den autoritären, durch strenge Regeln und Verbote geprägten, Erziehungsstil wiederum vertreten rund ein Drittel (28 Prozent) der Väter. Der antiautoritäre Laissez-Faire-Erziehungsstil, bei dem sich die Eltern möglichst wenig einmischen, wurde nur von 13 Prozent der befragten Männer als der angemessenste Weg erachtet. Dabei wurden 48 Prozent der Väter selbst autoritär erzogen, nur ein Drittel partnerschaftlich und nur jeder fünfte antiautoritär. “Der demokratische Erziehungsstil hat damit in den vergangenen 20 Jahren enorm an Bedeutung gewonnen”, analysiert Teja.

Väter geben ihre autoritäre Erziehung nicht weiter. Grafik: MAM Babyartikel Väter geben ihre autoritäre Erziehung nicht weiter. Grafik: MAM Babyartikel ©

Werte und Ängste: Was ist Papas von heute wichtig?

Ermittelt wurden überdies die wichtigsten Werte, die Väter ihren Söhnen und Töchtern vermitteln möchten: Ganz hoch im Kurs stehen dabei Höflichkeit (59 Prozent), Selbstbewusstsein (58 Prozent), Humor (49 Prozent), Verlässlichkeit (48 Prozent) und Disziplin (42 Prozent), abgeschlagen befinden sich Integrität (elf Prozent) und Risikofreude (vier Prozent). Spannend sind bei dieser Frage die Unterschiede zu den Müttern. Ist für heimische Mamas Selbstbewusstsein mit 77 Prozent deutlich die wichtigste Eigenschaft, finden Disziplin hingegen nur 27 Prozent der Mütter erstrebenswert. In Sachen Mitgefühl ist es genau umgekehrt: Für mehr als die Hälfte der weiblichen – nämlich 51 Prozent – aber nur 29 Prozent der männlichen Befragten zählt dieser Wert zu den wichtigsten.

Väter wollen ihre Kinder vor allem "richtig" erziehen. Foto: MAM Babyartikel Höflichkeit führt die Werte-Rangliste an. Foto: MAM Babyartikel ©

Väter machen sich Sorgen um Erziehung und Bedürfnisse

Nicht nur positive Gefühle, auch viele Sorgen sind mit dem Eltern-Werden verbunden. Papas sorgen sich vor allem um die richtige Erziehung (58 Prozent), die Gesundheit und Vorsorge der Kinder ist für 57 Prozent Grund für Ängste. Sorgenfalten beschert 55 Prozent der Väter auch, ob sie die Bedürfnisse des Kindes richtig erkennen, die richtige Ernährung beschäftigt 52 Prozent und die finanzielle Absicherung beunruhigt die Hälfte der Männer.

Foto: MAM Babyartikel Väter wollen ihre Kinder vor allem “richtig” erziehen. Foto: MAM Babyartikel ©

Aufgabenverteilung: Wahrnehmung klafft auseinander

Die Erhebung zeigt, dass eine gleichberechtigte Aufgabenverteilung zwischen Müttern und Vätern nicht in jedem Haushalt gegeben ist. Vor allem die Wahrnehmung von Müttern und Vätern klafft hier klar auseinander. 77 Prozent der Väter sind der Auffassung, dass sie zu gleichen Teilen in die Kindererziehung eingebunden sind wie ihre Partnerinnen. Dem steht allerdings die Wahrnehmung der Frauen entgegen, die nur zu 44 Prozent von einer gleichwertigen Verteilung sprechen. Hand in Hand damit geht auch die viel diskutierte Frage nach der Väterkarenz. Hier gibt es weiterhin Luft nach oben: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Männer gaben an, gar keine Karenzzeit in Anspruch genommen zu haben. Zwei Monate beim Neugeborenen blieben 16 Prozent der Väter, bis zu sechs Monate 16 Prozent der Studienteilnehmer. Mehr als sechs Monate in Karenz gegangen sind insgesamt nur rund 14 Prozent.

Die Väterkarenz ist unter Papas immer noch nicht selbstverständlich. Foto: Foto: MAM Babyartikel Die Väterkarenz ist unter Papas immer noch nicht selbstverständlich. Foto: Foto: MAM Babyartikel ©

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