Pop-Up-Bauernladen bringt Salzburger Schmankerl in die Altstadt

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Im Bild (v.li.): Sepp Eisl, Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP), Gerald Reisecker und Fachlmeister Roland Huber.
Im Bild (v.li.): Sepp Eisl, Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP), Gerald Reisecker und Fachlmeister Roland Huber. - © SALZBURG24/Kirchmaier
Tradition trifft Moderne: So kann man das neue Konzept des Pop-Up-Bauernladens im s’Fachl in der Salzburger Altstadt wohl treffend beschreiben. Frische Milch und Wurstwaren reihen sich an Schokolade und Schnaps – eines haben sie aber alle gemeinsam: Die Spezialitäten wurden von Salzburger Bauern hergestellt. Bis 5. Mai kann man im bunten Potpourri der regionalen Köstlichkeiten noch stöbern.




„Wir wollten den heimischen Bauern die Möglichkeit geben, sich ins Rampenlicht zu stellen“, erklärt Initiator Gerald Reisecker vom Salzburger Agrarmarketing im Gespräch mit SALZBURG24 die Idee hinter der Aktion. In dem kleinen Laden in der Kaigasse sah man die Chance. Als Produzent kann man hier eine kleine Holzkiste – ein Fachl – anmieten, um seine Produkte im Laden zu zeigen, ohne selbst ein Geschäftslokal zu haben. Das Sortiment ist breit gefächert.

Sepp und Tochter Johanna Eisl haben Bio-Schafmilchprodukte für ihr Fachl mitgebracht./SALZBURG24/Kirchmaier Sepp und Tochter Johanna Eisl haben Bio-Schafmilchprodukte für ihr Fachl mitgebracht./SALZBURG24/Kirchmaier ©

Bauernladen mitten in der Salzburger Altstadt

Im Pop-Up-Bauernladen können nun rund 15 Direktvermarkter aus der Umgebung bis 5. Mai ihre selbst produzierten Gustostückerl in der Salzburger Innenstadt feilbieten. Mit dabei ist unter anderem der ehemalige Landesrat Sepp Eisl mit seinen Bio-Schafmilchprodukten vom Wolfgangsee. „Unser Fachl ist mit sieben Käsesorten und vier Joghurtsorten gefüllt“, zeigt er sein Sortiment. Zur Eröffnung am Dienstag servierte Tochter Johanna passend zum strahlenden Sonnenschein köstliches Brombeer- und Kürbiskerneis aus der eigenen Manufaktur.

Auch bei Getraud Schober von der Mattigtaler Hofkäserei ist mit einem Fachl im Pop-up-Bauernladen vertreten./SALZBURG24/Kirchmaier Auch Getraud Schober von der Mattigtaler Hofkäserei ist mit einem Fachl im Pop-up-Bauernladen vertreten./SALZBURG24/Kirchmaier ©

Pop-Up-Konzept soll Landwirte stärken

Nicht unweit des Fachls der Familie Eisl bietet die Hofkäserei Mattigtaler aus Seekirchen ihre Waren an. Gertraud Schober reicht Weichkäsesorten des Flachgauer Familienbetriebs zum Verkosten. „Wir sind zwar bereits auf einigen Märkten und in Geschäften vertreten, das Konzept ist für uns aber auch völlig neu“, sagt sie. „Wer unsere Produkte hier zum ersten Mal sieht, erkennt die Marke vielleicht auch im Warendschungel im Supermarkt wieder“, ist Schober überzeugt. Der Mattigtaler Käse ist wie das Sortiment der Familie Eisl zu 100 Prozent bio. Das sei für einen Platz im s’Fachl aber nicht Voraussetzung, so Initiator Reisecker: „Uns geht es vor allem darum, Salzburger Produkten eine Bühne zu geben.“ „Wer die einzelnen Familien stärkt, dient auch der gesamten Landwirtschaft“, zeigt sich Willi Huttegger vom Landesverein der Salzburger Direktverrmarkter ebenfalls überzeugt. Der Steinmannbauer aus Hüttschlag (Pongau) hat selbst im Pop-Up-Bauernladen Edelbrände im Angebot.

Die Initiative richtet sich aber nicht unbedingt an den kleinen Ein-Mann-Betrieb, wie es im s’Fachl üblich ist, räumt Reisecker ein. Man verfolgt ein durchaus größeres Ziel: Nämlich Salzburger Bauern mit der Gastronomie zusammenzubringen. „Immer mehr Salzburger achten nicht nur in der heimischen Küche auf regionale Qualität, sondern erwarten dies auch im Gasthaus.“ Man wolle hier eine Plattform schaffen.

Genuss-Partnerbörse bringt Wirte und Bauern zusammen

So wurde die Eröffnung sozusagen als Genuss-Partnerbörse genutzt. Zahlreiche Wirte und Köche tummelten sich in dem Altstadtladen, um nach potenziellen Lieferanten Ausschau zuhalten. Auch die beiden Köche Stefan Buhk und Axel Hofmann-Buhk vom Döllerhof in Abtenau (Tennengau) nutzten das Speeddating der besonderen Art. „Auf das Bioheumilchbutterschmalz, das wir hier gefunden haben, sind wir total gespannt. Das werden wir jetzt einmal testen. Wer weiß, vielleicht entsteht daraus dann eine Zusammenarbeit”, meinten sie vielversprechend. Der erste Kontakt ist zumindest einmal hergestellt.

Im Bild (v.li.). Stefan Buhk und Axel Hofmann-Buhk vom Döllerhof und Helmut Kaserer von BioArt./SALZBURG24 Im Bild (v.li.). Stefan Buhk und Axel Hofmann-Buhk vom Döllerhof und Helmut Kaserer von BioArt./SALZBURG24 ©

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