Der Spatenstich zum riesen Kläranlagen-Projekt erfolgte am Dienstag in Radstadt. - © Neumayr/MMV
“Mit diesem Projekt schließen wir die Erweiterungen und Neubauten der Kläranlagen in Salzburg ab”, betonte Landesrat Sepp Eisl am Dienstag beim Spatenstich zum Ausbau der Kläranlage in Radstadt. “Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Reinhalteverbänden, dem Bund und dem Land Salzburg ist ein großer Qualitätssprung in den vergangenen Jahren gelungen. Immer mehr Anlagen erzeugen auch erneuerbare Energie. Hier in Radstadt soll zukünftig neben Strom und Wärme auch Biogas erzeugt und ins Netz eingespeist werden.”
“Eine ausgezeichnete Lebensqualität für die österreichische Bevölkerung zu gewährleisten und gleichzeitig die Wasserqualität unserer Gewässer weiter zu verbessern, sind wichtige Ziele der österreichischen Wasserpolitik”, sagte Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich des Spatenstiches. “Die Erweiterung der Kläranlage des Reinhalteverbandes Salzburger Ennstal ist ein Vorzeigeprojekt für die hohe Qualität der Abwasserreinigung. Die mit Unterstützung des Lebensministeriums getätigten Investitionen in die Abwasserinfrastruktur sichern den Tourismus, beleben die regionale Wirtschaft und schaffen green jobs.”
Besonders erfreut über den Start der Arbeiten zeigten sich beim Spatenstich die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden des Reinhalteverbands Salzburger Ennstal. “Die Erweiterung ist für die Gemeinden und die zukünftige Entwicklung der Region besonders wichtig. Natürlich stellt die Finanzierung solcher Anlagen eine große Herausforderung in Sparzeiten dar”, sagte Josef Tagwercher, Bürgermeister von Radstadt und Obmann des Reinhalteverbands.
Derzeit ist die Anlage auf eine Höchstbelastung von 63.000 Personen ausgelegt. Zukünftig kann die Kläranlage in Spitzenzeiten die Abwässer von 125.000 Personen reinigen. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 18,5 Millionen Euro. Unterstützt wird der Reinhalteverband vom Bund mit zirka 2,1 Millionen Euro, Mitarbeiter des Landes Salzburg leisten fachliche Betreuung.
Insgesamt hat das Land Salzburg 34 große kommunale Kläranlagen, der Anschlussgrad liegt derzeit bei rund 98 Prozent. Diese Kläranlagen haben zusammen eine Kapazität für 1,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Der Unterschied zur Bevölkerungszahl Salzburgs ergibt sich durch Abwässer aus Wirtschaft, Industrie und Tourismus.