Valentinstag: Wie und warum wir den Tag der Liebe feiern

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Anna Maria Wimmer von der Gärtnerei Doll bindet einen Valentinsstrauß.
Anna Maria Wimmer von der Gärtnerei Doll bindet einen Valentinsstrauß. - © Land Salzburg/Rattey
Die beliebtesten Valentinsgeschenke sind Blumen. Aber welche kommen besonders gut an und was sind die Alternativen? Und wo kommt überhaupt der Brauch her? Wir haben uns das für euch angesehen.

Blumen zählen in Salzburg zu den beliebtesten Valentinsgeschenken – ganz ähnlich wie im Rest Europas. 67 Prozent der Salzburger greifen darauf zurück. An zweiter Stelle folgen Pralinen (51 Prozent) und an dritter Stelle ein romantisches Abendessen zu zweit (43 Prozent), teilt das Land Salzburg in einer Aussendung mit.

„Blumen machen nicht dick“

“Blumen zeigen Zuneigung und Wertschätzung und ein Blumenstrauß bringt Freude und kann ein Lächeln aufs Gesicht zaubern”, so Maria Awender, Innungsmeisterin der Salzburger Gärtner und Floristen, und “Blumen machen nicht dick”, ergänzt sie schmunzelnd. Am beliebtesten sind, so die Innungsmeisterin, handgebundene Blumensträuße, die aus verschieden Frühlingsblumen wie Tulpen, Hyazinthen oder Ranunkeln bestehen, oder der klassische Strauß aus roten Rosen. Die Blumen kommen dabei zu 90 Prozent aus Europa, vor allem aus den Niederlanden und Italien.

Für Salzburgs Gärtner und Floristen ist der Valentinstag der umsatzstärkste Tag im Jahr. In Salzburg gibt es insgesamt 344 Floristen und Landschaftsgärtnerbetriebe, die rund 90 Lehrlinge pro Jahr ausbilden. Die Österreicherinnen und Österreicher geben pro Kopf und Jahr etwa 95 Euro für Blumen aus, das Verhältnis Schnittpflanzen und Topfpflanzen hält sich dabei die Waage.

Valentinstag schon in Römerzeit gefeiert

Beim Valentinstag handelt es sich um eine Mischung aus römischen Traditionen, christlichem Märtyrertum und modernen Bräuchen. Es ist zum Tag für sich liebende Menschen geworden.

Der 14. Februar wurde bereits bei den Römern gefeiert. Das Fest der “Lupercalia” (von 13. bis 15. Februar) war dem Gott Faunus gewidmet, der den Beinamen Lupercus (“Wolfsabwehrer”) führte. Dabei spielten Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten eine große Rolle.

Bischof Valentin traute Verliebte, die nicht heiraten durften

Der Name des Valentinstages hingegen leitet sich von der Legende um Bischof Valentin von Terni (Region Umbrien in Italien) ab, der als christlicher Märtyrer im dritten Jahrhundert nach Christus starb. Angeblich traute er Verliebte, darunter Soldaten und Dienstboten, die nach damaligem kaiserlichem Befehl unverheiratet bleiben mussten. Zudem schenkte er, so die Überlieferung, frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten.

Das Gerücht, dass der Valentinstag eine reine Erfindung der Blumenhändler sei, lässt sich also nicht bestätigen. Allerdings trugen sie laut verschiedenen Berichten mit ihrer Werbung dazu bei, dass sich der Brauch im deutschsprachigen Raum ausbreitet.

Wie sich der Valentinstag bei uns entwickelt hat

Das Blumenschenken am Valentinstag hat sich seit den 1950er-Jahren auch in den deutschsprachigen Ländern durchgesetzt. In England war es ab Ende des 18. Jahrhunderts Brauch, Valentinskarten zu verschenken. Englische Auswanderer nahmen die Tradition in die USA mit. Von dort brachten US-Soldaten den Brauch nach dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland und Österreich. 1950 gab es laut Wikipedia in Nürnberg den ersten Valentinsball. Durch die verstärkte Werbung der Floristen und Süßwarenhersteller verbreitete sich der Brauch ab diesem Zeitpunkt immer weiter.

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