Macht Schröpfen wirklich schön?

Was ist Schröpfen und wie wirkt es?
Was ist Schröpfen und wie wirkt es? - © Haus der Schönheit Salzburg
Das sogenannte Schröpfen wird der Alternativmedizin zugeordnet. Hierbei handelt es sich um ein traditionelles Verfahren, das bei vielen Erkrankungen für Linderung sorgen kann. Die Methode hat eine lange Tradition, bei der angenommen wird, dass sich die verschiedenen Giftstoffe mit der Zeit im Körper sammeln und es dadurch zu diversen Krankheiten und Störungen kommt. Zwar gibt es bislang noch keine wissenschaftlichen Belege über die Wirkung der Anwendung, dennoch kann ein Placeboeffekt erzielt werden, wodurch sich der Patient deutlich besser fühlt.

Wie wird das Schröpfen angewendet?

Beim Schröpfen gibt es zwei verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Bei der sogenannten trockenen Behandlung kommen erhitzte Gläser zum Einsatz. Diese erzeugen einen Unterdruck, wenn sie dem Patienten auf den Körper gesetzt werden. Hierbei wird die Haut blasenförmig nach oben gezogen. Die zweite Anwendungsmöglichkeit ist die blutige Variante. Dabei wird die Haut an bestimmten Körperstellen eingeritzt und erst dann das Schröpfglas angebracht. Auch hier kommt es in diesem zu einem Unterdruck, allerdings läuft unter dem Glas auch etwas Blut aus.

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?

Unter anderem kann das Schröpfen bei Rheuma, Bluthochdruck, Bandscheibenbeschwerden, Migräne, Mandelentzündungen, Nierenschwäche oder auch bei unterschiedlichen Lungenbeschwerden helfen. Wie auch alle anderen medizinischen Anwendungen kann es auch hierbei zu unterschiedlichen Nebenwirkungen kommen. Zum Beispiel verbleiben für einige Tage Brandblasen an den Körperstellen, an denen geschröpft wurde. Auch kann es zu einem Hämatom oder durch das Ritzen zu bleibenden Narben kommen.

Einsatz in der kosmetischen Praxis

Neben den oben beschriebenen Anwendungsgebieten wird das Schröpfen auch für unterschiedliche kosmetische Zwecke genutzt. Beispiele hierfür sind das gezielte Behandeln des Fettgewebes und auch die Anregung der sogenannten Entschlackung. Zudem wird durch die Massage auch der Stoffwechsel der Fibrolasten aktiviert, wodurch es dann durch verschiedene Enzyme zu einer erhöhten Collagen- und Elastinproduktion kommt. Diese Stoffe sind zum einen für die Spannkraft und auch für die Elastizität der Haut hilfreich. Im Folgenden wird darauf eingegangen, was man alles für eine Schröpfmassage braucht und wie diese in Eigenregie gemacht werden kann.

Schröpfmassage – was wird alles benötigt?

Zunächst werden einige Schröpfgläser mit Pumpball benötigt. Diese können in verschiedenen Größen erworben werden. Gläser mit einem Durchmesser von drei cm eignen sich für das Gesicht, für die Oberschenkel hingegen sollten solche mit einem Durchmesser von fünf cm oder sieben cm verwendet werden. Für die Lippen werden handelsübliche Porenreiniger, die mit Akku betrieben werden, empfohlen. Die Gläser und auch der Reiniger kosten ungefähr zehn bis fünfzehn Euro und können in jeder Apotheke erworben werden.

Wie wird die Schröpfmassage in Eigenregie angewandt?

Zunächst wird Öl auf die zuvor gereinigte Haut aufgetragen, wie zum Beispiel sogenanntes Mumienöl. Dadurch können die Schröpfgläser besser gleiten. Anschließend werden diese auf die Haut gesetzt, wo sie sich unter Herausdrücken der Luft ansaugen. Nun bildet sich in ihnen ein Unterdruck, der auch tiefere Hautschichten erreicht. Im nächsten Schritt wird das Glas umfasst und mit kreisenden Bewegungen über die zu behandelnden Flächen geglitten. Jede Bewegung sollte idealerweise mehrfach ausgeführt werden, bis der Hautbereich gerötet und ideal durchblutet ist. Diese Anwendung eignet sich sowohl für das Gesicht wie auch für die Cellulitisbehandlung. An den Lippen sorgt sie für einen praktischen Push-Effekt, sodass sie anschließend deutlich glatter und straffer sind. Die ersten sichtbaren Ergebnisse sind nach ungefähr zwei Wochen zu erkennen.

 

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