Madrid tauscht 52 Straßennamen mit Bezug zur Franco-Zeit aus

Madrid will mehr als 40 Jahre nach dem Tod Francos zahlreiche Straßen und Plätze mit Bezug auf den Diktator umbenennen. Die Millionenstadt wolle damit dem Kampf für Freiheit und Demokratie Raum geben, sagte der Abgeordnete Mauricio Valiente nach der Abstimmung am Freitag im Stadtparlament.

Francisco Franco hatte nach dem Sieg gegen die Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) das Land bis zu seinem Tod 1975 als Diktator regiert. Die 52 Straßen und Plätze trugen bisher in Anspielung auf Franco Namen wie “Caudillo” (Anführer), erinnerten an Gefallene seiner Truppen oder waren nach Repräsentanten seiner Diktatur benannt.

An die Stelle der Namen aus der Franco-Zeit sollen nun die von Schriftstellern, Philosophen und Dirigenten rücken. Damit kommt die Stadt einem 2007 verabschiedeten Gesetz zur geschichtlichen Erinnerung nach. Seit es in Kraft ist, gibt es immer wieder Spannungen zwischen Spaniens linkem und rechtem Lager. Madrid wird von einem Linksbündnis regiert.

(APA/dpa)

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