Mann verletzt mit Axt sieben Menschen in Düsseldorf

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Polizei schließt terroristischen Hintergrund aus
Polizei schließt terroristischen Hintergrund aus - © APA (dpa)
Am Düsseldorfer Hauptbahnhof hat ein Mann mindestens sieben Menschen mit einer Axt verletzt, drei davon sehr schwer. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, sagte ein Polizei-Sprecher am Donnerstagabend. Er sei offenbar im Nahbereich des Bahnhofs von einer Überführung gesprungen und befinde sich schwer verletzt im Krankenhaus.

Bei dem Tatverdächtigen handle es sich um einen 36 Jahre alten Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien, der in Wuppertal wohnhaft sei. Der Verdächtige habe offenbar psychische Probleme. Eine Axt sei sichergestellt worden. Die Polizei geht nach den vorläufigen Ermittlungen davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt. Der Bahnhof mit Ausnahme des Tatorts im Bereich der Gleise 13 und 14 sei wieder freigegeben worden. “Die Polizei geht nach den vorläufigen Ermittlungen davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt”, hieß es. Zuvor war zeitweise auch von mehreren Angreifern die Rede gewesen.

Polizei rückt mit schwerer Bewaffnung aus

Etwa gegen 20.50 Uhr liefen plötzlich Dutzende Menschen in Panik davon. Sirenen ertönten. Einsatzkräfte sperrten die Gleise ab und forderten die Menschen zum Verlassen des Bahnhofs auf. Die Passagiere in Zügen wurden aufgefordert, die Türen geschlossen zu halten. Hubschrauber kreisten in der Luft. Später suchten mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten mit Taschenlampen die Gleise ab. Ein Zug mit rund 100 Passagieren wurde von schwer bewaffneten Polizisten evakuiert. Die Fahrgäste wurden aus dem Bahnhof begleitet, wo sie zum Teil in Gasthäusern Unterschlupf suchten.

Chaos am Düsseldorfer Bahnhof

Ob bis zum Beginn des Berufsverkehrs wieder alles nach Fahrplan läuft, sei aber noch unklar. Zahlreiche Züge müssten nach der stundenlangen Sperrung erst noch an den richtigen Ort gebracht werden, um von dort den regulären Betrieb aufzunehmen. Der Hauptbahnhof war nach der Attacke mit sieben Verletzten stundenlang gesperrt, Nahverkehrszüge fielen aus, der Fernverkehr wurde um Düsseldorf herum umgeleitet.

(APA/ag)

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