Mann vor Wohnung in Wien-Meidling durch Beinschuss schwer verletzt

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Die Fahndung nach dem Schützen läuft.
Die Fahndung nach dem Schützen läuft. - © APA/BARBARA GINDL
Im Stiegenhaus eines Wohnhauses in Wien-Meidling hat ein Mann Samstag zu Mittag mehrfach auf einen 37-Jährigen geschossen. Zuvor kam es offenbar zu einem Streit zwischen den beiden Tschetschenen.

Das Opfer wurde schwer verletzt von der Wiener Berufsrettung ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand keine. Der Täter flüchtete, eine Großfahndung blieb vorerst erfolglos.

Opfer drängte Täter aus Wohnung

Nach ersten Erkenntnissen des Landeskriminalamtes läutete der Bewaffnete gegen 13.00 Uhr an der Wohnung des Tschetschenen in der Krichbaumgasse. Dieser öffnete die Tür, woraufhin der Angreifer eintrat. In der Wohnung – dort befanden sich auch die schwangere Ehefrau und sechs Kinder – sprachen die Männer erst miteinander. Dem Opfer gelang es, den bewaffneten Täter hinauszudrängen. “Im Stiegenhaus gab er dann mehrere Schüsse ab”, schilderte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Einer der Schüsse traf den 37-Jährigen ins Knie.

Ehefrau und Kinder unverletzt

Die Waffe hatte ein Kaliber von neun Millimeter. Mindestens eine Hülse wurde von der Spurensicherung sichergestellt. Die Ehefrau des Mannes verständigte den Notruf. Die 32-Jährige blieb ebenso wie die sechs Kinder des Paares unverletzt. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Die Identität des Schützen war vorerst unklar.

Männer haben sich gekannt

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen Landsmann des Opfers handelt. Die Kinder gaben in einer ersten Befragung an, dass die beiden Männer tschetschenisch gesprochen und einander offenbar gekannt hatten. Worum es bei der Auseinandersetzung ging, ist noch Gegenstand von Ermittlungen, sagte Eidenberger.

Opfer ist subsidiär Schutzberechtigt

Die Familie und weitere Zeugen sollen noch am Samstag einvernommen werden. “Auch Nachbarn haben die Schüsse gehört”, berichtete Eidenberger. Um die Hintergründe der Schussattacke zu klären, soll auch das Opfer am Abend noch befragt werden. Der 37-Jährige hat nach Ablehnung seines Asylantrags den Status eines subsidiär Schutzberechtigten erhalten.

(APA)

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