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Mark Zuckerberg: Der Konzernchef im T-Shirt

Facebook-Gründer bringt Internet-Netzwerk an die Börse. Facebook-Gründer bringt Internet-Netzwerk an die Börse. - © AP
Dass er mit Facebook einen viele Milliarden Dollar schweren Internetkonzern schaffen würde, davon konnte Mark Zuckerberg 2004 allenfalls träumen. Nun, acht Jahre später, ist er am Ziel: Das soziale Netzwerk gab am Mittwoch seinen Börsengang bekannt.

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Das Unternehmen aus der Nähe von San Francisco will so fünf Milliarden Dollar (etwa 3,8 Milliarden Euro) einnehmen. Facebook hat sich binnen weniger Jahre zur Macht entwickelt und prägt das Internet wie nur wenige andere Firmen. Der 27-jährige Zuckerberg findet sich heute deswegen immer wieder auf Top-Plätzen in Ranglisten mit den einflussreichsten Menschen der Welt.

“Person des Jahres 2010″

An Selbstbewusstsein braucht es dem Facebook-Gründer nicht zu mangeln. Das renommierte US-Nachrichtenmagazin “Time” kürte ihn 2010 zur “Person des Jahres” – eine Auszeichnung, mit der die Zeitschrift alljährlich großes Aufsehen erregt. Zuckerberg habe mit Facebook “unser alltägliches Leben verändert”, lautete die Begründung des Magazins. Auch zählte “Time” Zuckerberg 2011 zu den einhundert mächtigsten Menschen der Welt. Das renommierte US-Wirtschaftsmagazin “Forbes” hob Zuckerberg auf Platz neun der einflussreichsten Personen, nur wenige Ränge hinter Staatslenkern wie US-Präsident Barack Obama oder der chinesische Staatschef Hu Jintao.

Zuckerberg bewegt 845 Mio. Nutzer

Der große Einfluss, der Zuckerberg zugeschrieben wird, kommt nicht von ungefähr: Rund 845 Millionen regelmäßige Nutzer weltweit hat das soziale Netzwerk mittlerweile, die mit ihren Freunden Fotos teilen oder schreiben, was sie gerade bewegt. Damit gibt mehr als ein Zehntel der Weltbevölkerung auf Facebook private Informationen preis. Und was die Nutzer in ihren Profilen über sich verraten, wird von Facebook auch dazu genutzt, um etwa Geld mit Werbung zu verdienen. Die Menschen erhalten Anzeigen von Unternehmen passend zu ihren persönlichen Vorlieben zugespielt.

Kein Verkauf an Yahoo

Zuckerberg gründete Facebook 2004 zusammen mit Studienfreunden an der angesehenen Universität von Harvard. Die Idee, Freunde und Bekannte auf einer Internet-Plattform zu versammeln, mit ihnen Neuigkeiten, Klatsch und Fotos auszutauschen, kam an. Internet-Konzerne begannen sich für das Phänomen zu interessieren. Yahoo bot 2006 eine Milliarde Dollar für Facebook – erfolglos. Ein Mittzwanziger, der eine Milliarde Dollar ablehnt: Zuckerberg, der Mann mit dem bubenhaft wirkenden Gesicht, der gern im T-Shirt auftritt, zeigt viel geschäftlichen Wagemut.

Immer wieder Kritik von Datenschützern

Wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten steht Facebook immer wieder in der Kritik – und damit auch Firmenchef Zuckerberg. In diesen Wochen etwa will das soziale Netzwerk seine Nutzer verpflichten, ihre Profile auf eine neue Optik umzustellen, mit der die Informationen in den Nutzer-Profilen übersichtlicher dargestellt werden – und damit auch leichter zu durchsuchen sind.

Auch Zuckerberg hat die Datenschutzprobleme seines Unternehmens schon einmal persönlich kennengelernt. Erst im Dezember etwa standen wegen eines Software-Fehlers private Fotos von ihm und anderen Nutzern für eine Weile öffentlich im Netz. Spätestens hier könnte Zuckerberg klar geworden sein, dass nicht nur für sein Unternehmen viel Potenzial besteht – sondern dass die Nutzer noch viel Nachbesserungsbedarf beim Datenschutz sehen könnten. (APA)



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