Martin Pollack als Gastlektor an Universität Graz

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Für "verständliches wissenschaftlisches Schreiben"
Für "verständliches wissenschaftlisches Schreiben"
Ob die verschwundenen Welten Osteuropas, europäische Migranten in Amerika oder verdrängte Massaker und ihre Massengräber im Europa des 20. Jahrhunderts: Der österreichische Publizist, Autor und Übersetzer Martin Pollack macht historische Fakten mit größtem journalistischen Geschick lebendig. An der Universität Graz bringt er ab Montag Studierenden verständliches wissenschaftliches Schreiben nahe.


“In der deutschsprachigen scientific community wird dem komplexen Formulieren mitunter leider zu viel Bedeutung beigemessen”, kritisiert der studierte Slawist und Osteuropa-Kenner Pollack. Ihm gehe es darum, Studierende für eine verständlichere Sprache zu sensibilisieren, denn ihre Publikationen sollten im Idealfall für alle Interessierten lesbar und ansprechend sein, begründete Pollack die Annahme der Gastprofessur an der Uni Graz. Korrekte Fakten seien ohnehin vorauszusetzen, aber auch deren sprachliche Wiedergabe müsse stimmig sein.

Der mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung 2011 ausgezeichnete Autor wird in acht geblockten Veranstaltungen ab dem kommenden Montag den Dissertierenden die Kunst des präzisen und dennoch anschaulichen Schreibens näherbringen, schildert die Grazer Germanistin Beatrix Müller-Kampel auf Anfrage der APA. Sie hat den bereits vielfach ausgezeichneten Autor als Gastlektor für die Doktorandinnen und Doktoranden der Geisteswissenschaftlichen Fakultät eingeladen.

Martin Pollack (geb. 1944) studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte, war Redakteur des “Spiegel” in Wien und Warschau und ist seit 1998 als freier Autor tätig. Zu seinen Büchern zählen u.a. “Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater” (2004), “Warum wurden die Stanislaws erschossen? Reportagen” (2008), “Kaiser von Amerika. Die große Flucht aus Galizien” (2010) und zuletzt “Kontaminierte Landschaften” (2014). Ferner übersetzte Pollack sämtliche Werke von Ryszard Kapuscinski ins Deutsche.

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