Martin Thür verlässt ATV für “Quo Vadis Veritas”

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Martin Thür hätte während des Wahlkampfes für ATV moderieren sollen.
Martin Thür hätte während des Wahlkampfes für ATV moderieren sollen. - © APA/KURIER/RAINER ECKHARTER
Der ATV-Moderator Martin Thür verlässt den Fernsehsender – dem Vernehmen nach für das Journalismus-Projekt “Quo Vadis Veritas” von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz. ATV bestätigte den Abgang am Mittwoch in einer Aussendung, Thür verlasse den Sender auf eigenen Wunsch. Zuvor hatte derstandard.at darüber berichtet. Laut “Presse” soll Thür vergangene Woche gekündigt haben.

Thür selbst schrieb auf Twitter: “Ja, es ist richtig, ich werde ATV verlassen. Vielen Dank an ein tolles Team und liebe KollegInnen für 15 wunderschöne Jahre. Jetzt: Urlaub.”

Der gebürtige Niederösterreicher war seit 2002 bei ATV und moderierte unter anderem die Sendung “Im Klartext”. ATV wurde vor kurzem an die ProSiebenSat.1Puls 4-Gruppe verkauft.

Saringer und Knapp statt Thür bei Wahlkampf

Im Wahlkampf hätte Thür mit Puls 4-Infochefin Corinna Milborn ein Kanzlerduell mit den Spitzenkandidaten von SPÖ. ÖVP und FPÖ leiten sollen. Auch eine neue “Klartext”-Staffel mit Spitzenkandidaten war geplant.

Wie ATV mitteilte, übernehmen Sylvia Saringer und Meinrad Knapp die “ATV Meine Wahl”-Sendungen. Das Duo werde sowohl die Elefantenrunde moderieren, als auch den Wahlsonntag gemeinsam bestreiten. Die “Klartext”-Sendungen sollen ebenfalls unter dem Titel “ATV Meine Wahl” stattfinden, Details dazu werde man zeitnah bekanntgeben. In der “ATV Aktuell”-Redaktion steige indes Benedikt Gmeiner zum Chef vom Dienst auf, der diese Funktion neben seiner Moderatorentätigkeit übernimmt.

Multimediale, öffentlich zugängliche Rechercheplattform geplant

Thür ist nicht der erste ATV-Mann, der zu “Quo Vadis Veritas” wechselt. Ex-ATV-Chefredakteur Alexander Millecker ist dort seit Mitte Mai für Formatentwicklung und TV-Gestaltung zuständig. Und erst vergangene Woche vermeldete QVV die ATV-Redakteure Rusen Timur Aksak, Barbara Lupac und Florian Tietze als Neuzugänge. Am gestrigen Dienstag schlossen sich auch Christine Grabner vom ORF 2-Magazin “Am Schauplatz” und Moritz Moser, zuletzt bei NZZ.at, dem Projekt an.

Geplant ist eine “multimediale, öffentlich zugängliche Rechercheplattform”. Mateschitz und die Servus Medien GmbH richteten dafür die “Quo Vadis Veritas”-Privatstiftung ein. Für den journalistischen Aufbau ist Michael Fleischhacker – früher Chefredakteur von “Die Presse” und NZZ.at – zuständig, die kaufmännische Leitung hat Ex-NEOS-Mandatar Niko Alm inne.

Mateschitz stiftet 990.000 Euro für “Quo Vadis Veritas”

Die lateinische Redewendung “Quo Vadis Veritas” heißt auf Deutsch “Wohin gehst du, Wahrheit”. Mateschitz, laut “Forbes” mit geschätzten 14,6 Mrd. Euro reichster Österreicher stiftete 990.000 Euro, die Servus Medien GmbH aus dem Red Bull Media House steuerte 10.000 Euro bei.

(APA)

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