Massenhinrichtungen und andere IS-Gräueltaten in Mosul

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Kampf um Mosul
Kampf um Mosul - © APA (AFP)
Kämpfer der Terrormiliz “Islamischer Staat” haben nach UNO-Angaben im umkämpften irakischen Mosul mindestens 60 Zivilisten hingerichtet. Der IS habe den Menschen “Hochverrat” sowie die Weitergabe von Informationen an die irakischen Streitkräfte vorgeworfen, teilte die UNHCR-Sprecherin Ravina Shamdasani am Freitag in Genf mit.

Die Armee führt derzeit eine Großoffensive auf die IS-Hochburg Mosul. Die Morde an den Zivilisten hätten am Dienstag und Mittwoch an verschiedenen Orten in und um Mosul stattgefunden, führte Shamdasani aus. Demnach töteten die Jihadisten allein am Dienstagabend in Mosul 40 Zivilisten, nachdem sie ihnen “Hochverrat und Kollaboration” mit den irakischen Sicherheitskräften vorgeworfen hatten. Die Leichen seien zur Abschreckung an Strommasten befestigt worden, sagte Shamdasani.

Ein Mosul-Bewohner berichtete AFP, er habe 30 bis 40 Leichen gesehen, auf deren Kleidung “Verräter” und “Agent” stand. “Der IS versammelt die Menschen in den Straßen von Mosul und richtet sie öffentlich hin, einige durch Schüsse, andere durch Köpfen”, sagte Abu Saif. Der UNO zufolge wurde am Dienstagabend auch ein 27-Jähriger getötet, weil er ein Handy benutzte. Einen Tag später wurden demnach 20 Zivilisten hingerichtet, die Informationen an die irakische Armee weitergegeben haben sollen.

Seit dem Beginn der Offensive der irakischen Armee auf Mosul Mitte Oktober flohen der UNO zufolge bereits mehr als 47.700 Menschen aus der Großstadt. Die Anti-Terror-Einheiten der Regierungstruppen (CTS) nahmen unterdessen nach einigen ruhigeren Tagen am Freitag ihre Offensive auf den IS in Mosul wieder mit voller Kraft auf. CTS-Kommandant Muntadhar Salem sagte, die Spezialkräfte hätten einen Angriff auf den östlichen Bezirk Arbajiyah gestartet. “Die Kämpfe dauern an.”

(APA/ag.)

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