Mattis wird laut “Washington Post” US-Verteidigungsminister

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Trump, Mattis und Pence vor zwei Wochen in New Jersey
Trump, Mattis und Pence vor zwei Wochen in New Jersey - © APA (AFP)
Der frühere General James Mattis soll nach Informationen der “Washington Post” neuer US-Verteidigungsminister werden. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Donnerstag (Ortszeit) online verbreiteten Bericht auf nicht näher genannte Quellen im Trump-Lager.

Der 66-Jährige hat noch bis vor weniger als vier Jahren im Militär gedient und braucht deshalb die Zustimmung des Kongresses, sollte er ein Regierungsamt annehmen wollen.

Das Trump-Team hatte am Tag zuvor erklärt, es werde in der laufenden Woche keine weiteren Personalentscheidungen verkünden. Die “Washington Post” rechnet mit einer offiziellen Bekanntgabe der Personalie Anfang nächster Woche. Mattis galt seit Wochen als Favorit auf das Amt.

Mattis hat mehr als vier Jahrzehnte im Marine Corps der US-Streitkräfte gedient. Er gilt als profilierter strategischer Denker und politisch als Falke. Mattis hält eine härtere Gangart den politischen Gegnern der USA gegenüber für angezeigt. Unter anderem hatte er sich für weniger Kooperation mit dem Iran ausgesprochen. Zuletzt hatte er den schwindenden Einfluss der USA im Nahen Osten beklagt.

Unterdessen warnte Donald Trump US-Firmen mit klaren Worten vor der Verlagerung von Jobs ins Ausland. “Unternehmen werden die Vereinigten Staaten nicht mehr ohne Konsequenzen verlassen”, sagte der designierte US-Präsident am Donnerstag in Indianapolis bei einem Auftritt im Werk des Klimaanlagenbauers Carrier.

Allerdings machte er auch deutlich, Konzerne vor allem mit Deregulierung und niedrigeren Steuern im Land halten zu wollen. Trump und sein Vize Mike Pence besuchten die Fabrik im US-Staat Indiana, um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Carrier zu verkünden, die das Unternehmen eigentlich ins Niedriglohn-Nachbarland Mexiko hatte auslagern wollen. “Sie haben nachgebessert und werden nun über 1100 Leute hier behalten”, sagte Trump vor der versammelten Belegschaft. Zuvor war von knapp 1000 Jobs die Rede gewesen.

Die Überzeugungsarbeit hatte allerdings ihren Preis. Laut US-Medien wurden dem Carrier-Mutterkonzern Steuervergünstigungen in Höhe von sieben Millionen Dollar (6,6 Mio. Euro) versprochen. Auch über Regierungsaufträge wird spekuliert – das Verteidigungsministerium ist ein wichtiger Kunde des US-Großkonzerns. Carrier hatte im Februar angekündigt, 1400 Stellen nach Mexiko zu verlagern. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, alle dieser Jobs zu retten.

(APA/dpa)

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