McDonald neuer Chef der Sozialversicherung

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McDonald folgt Schelling nach
McDonald folgt Schelling nach
Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat einen neuen Vorsitzenden. Der Verbandsvorstand hat am Dienstag wie erwartet Peter McDonald einstimmig zum Nachfolger von Hans Jörg Schelling gewählt, der nun das Finanzministerium leitet. Mit Glückwünschen für McDonald stellten sich nicht nur Vertreter der ÖVP ein, sondern auch die Ärztekammer und die FPÖ.


Peter McDonald hat seine einstimmige Wahl im Vorstand als “wichtiges Signal” bezeichnet, dass die gesamte Sozialversicherung hinter ihm stehe. Das sei auch insofern von Bedeutung, als er damit die Sozialversicherung in künftigen Verhandlungen gut vertreten könne. Als seine erste und zunächst wichtigste Aufgabe nannte der neue Hauptverbands-Chef vor Journalisten die Umsetzung der Gesundheitsreform. Diese müsse nun für die Menschen spürbar werden. Bisher existiere die Reform nur auf dem Papier, wichtig sei jedoch, dass damit schon eine Weichenstellung getroffen sei, damit Bund, Länder und Sozialversicherung eine gemeinsame Sprache sprechen. Über nähere Details zu konkreten Umsetzungsschritten für die Reform wollte McDonald vorerst noch nicht sprechen.

Bei den Krankenkassen will McDonald den Sanierungskurs beibehalten, aber gleichzeitig auch neue Leistungen für die Versicherten zugänglich machen, wo dies möglich bzw. notwendig sei. So ist es ihm einerseits wichtig, das System leistbar zu erhalten, andererseits geht es aber auch um Maßnahmen, die Österreicher möglichst lange gesund zu erhalten.

Ganz wichtig ist dem neuen Hauptverbands-Vorsitzenden die Gesundheitsförderung. Auf diesem Thema will er “draufbleiben”, weil die Österreicher derzeit im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 21 Jahre durch Krankheit verlieren. Wie das verbessert werden kann, will er mit seinen künftigen Partnern besprechen. Das von ihm bei der SVA umgesetzte Bonusmodell, bei dem Versicherten der Selbstbehalt halbiert wird, wenn sie bestimmte Gesundheitsziele erreichen, will er aber nicht einfach auf andere Versicherungsträger übertragen. Es gehe nicht darum, ein Modell auf andere überzustülpen. Das Thema müsse in der gesamten politischen Landschaft diskutiert werden, meinte McDonald. Eine Zusammenlegung von Versicherungsträgern ist für McDonald hingegen kein Thema. Eine Diskussion um Türschilder wolle er nicht führen. Wichtig seien ihm stattdessen Verbesserungen für die Bevölkerung, ein besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung.

Der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres begrüßte die Bestellung McDonalds und attestierte dem neuen Hauptverbands-Chef bisher hinlänglich bewiesen zu haben, dass er mit Augenmaß agiere und in der Ärzteschaft keine Gegnerin, sondern vielmehr eine wichtige Partnerin in der Gesundheitsversorgung sehe. Bei der Umsetzung der Gesundheitsreform hofft Szekeres, dass McDonald mehr als sein Vorgänger, die Ärzteschaft verstärkt einbinde. Auch bei den bevorstehenden Wiener Honorarverhandlungen erwartet sich Szekeres die Unterstützung von McDonald.

Der FPÖ-Wissenschaftssprecher und Arzt Andreas Karlsböck attestierte McDonald entsprechendes Wissen und die nötige Erfahrung aus seiner bisherigen Tätigkeit in der SVA, um dringliche Probleme anzupacken. Er habe McDonald “als kompetenten Gesprächspartner kennen und schätzen gelernt, der über Parteigrenzen hinweg stets Dialogbereitschaft signalisiert hat”, sagte Karlsböck.

Gemeinsam mit zahlreichen anderen ÖVP-Vertretern gratulierte Parteichef und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner dem neuen Hauptverbands-Chef. “Dank seiner sozialpartnerschaftlichen Prägung und seiner Durchsetzungskraft auf Basis von Konsens und Expertise hat McDonald beste Voraussetzungen, um auch in seinem neuen Amt erfolgreich zu arbeiten”, meinte der Vizekanzler.

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