Merkel will bei Trump für gemeinsame Lösungen werben

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Erste Kontakte zu Trump wurden auf Beraterebene geknüpft
Erste Kontakte zu Trump wurden auf Beraterebene geknüpft - © APA (AFP)
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will beim künftigen US-Präsidenten Donald Trump für freie Märkte und einen gemeinsamen Kurs der führenden Wirtschaftsmächte werben. “Wir werden natürlich jetzt auch mit dem neuen amerikanischen Präsidenten das Gespräch suchen”, sagte Merkel am Samstag nach einer zweitägigen Klausur der CDU-Spitze im saarländischen Perl.

Im Hinblick auf Äußerungen Trumps zur Marktabschottung sagte Merkel, die G-20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer müsse die bestehenden Probleme gemeinsam lösen. Die G-20-Antwort auf die auch “sehr stark aus Amerika” gekommene weltweite Finanzkrise sei eben nicht Abschottung gewesen, sondern Kooperation und gemeinsame Regeln zur Regulierung auch der Finanzmärkte.

“Deshalb halte ich das auch für den Erfolg versprechenden Weg”, sagte Merkel. Es gebe für alle Partner mehr Vorteile, wenn gemeinsam vorgegangen werde, als wenn jedes Land für sich die Probleme löse: “Davon bin ich sehr überzeugt.” Trump hatte im Wahlkampf auch angekündigt, Regeln für die Finanzwirtschaft lockern zu wollen.

Wann sie Trump das erste Mal treffen werde, sei noch nicht klar, sagte Merkel. Bisher seien auf Beraterebene Kontakte geknüpft worden. Begegnungen seien etwa bei den G-7- und G-20-Treffen in Italien und Hamburg möglich. Über Zweier-Treffen zwischen ihr und Trump könne sie noch nichts sagen. “Jetzt warten wir die Inauguration ab.”

(APA/dpa/ag.)

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