Metaller gegen Verhandlung mit EU-Inflationsrate

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Wimmer kämpft für seine Zunft
Wimmer kämpft für seine Zunft
Die Metallergewerkschaft will die Europäische Inflationsrate als Basis für österreichische Kollektivvertragsverhandlungen nicht akzeptieren. “Das werden wir so nicht hinnehmen, dass hier von der europäischen Inflationsrate gesprochen wird. Das geht nicht”, sagte Rainer Wimmer von der Gewerkschaft Pro-Ge im ORF-“Morgenjournal”.


Die Arbeitgeber hatten angesichts der internationalen Konkurrenzsituation verlangt, die EU-Inflationsrate von 0,5 Prozent anstelle der österreichischen Teuerung von 1,7 Prozent als Basis zu nehmen. Für Österreicher gehe es aber um die österreichische Inflationsrate, da helfe es nicht “wenn wir die italienische Inflationsrate oder Depression verhandeln”, sagte Wimmer. Bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit will Wimmer vor allem darum kämpfen, dass die Überstundenzuschläge nicht wegfallen.

Bis zum nächsten Verhandlungstermin am 28. Oktober will die Gewerkschaft “regulär in den Betrieben informieren, ja, wir werden Druck aufbauen, um ganz vehement am 28sten dafür zu sorgen, dass die Menschen im Geldbörsel etwas spüren … Das heißt, die Inflation ist ja 1,7 Prozent und wir gehen davon aus, dass wir über diesen 1,7 Prozent deutlich einen Reallohnzuwachs erreichen wollen”.

Die Forderung der Arbeitgeber stößt bei IHS und WIFO auf Skepsis. “Ich sehe die Begründung nicht”, so IHS-Experte Helmut Hofer auf APA-Anfrage. WIFO-Fachmann Thomas Leoni wiederum meint: “Das ist volkswirtschaftlich problematisch.” Eine Orientierung an einer möglichen Deflation anderer Länder würde den wirtschaftlichen Spielraum einschränken. Und er gibt zu bedenken, dass noch vor einigen Jahren die Inflation in den anderen EU-Ländern weit höher war. Abschlüsse unter der österreichischen Inflationsrate seien jedenfalls die Ausnahme. Dies sei auch in anderen Ländern eher unüblich, ergänzte Hofer.

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