Milliardenhilfe für Irak-Wiederaufbau vor allem über Kredite

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Geberkonferenz in Kuwait ging am Mittwoch zu Ende
Geberkonferenz in Kuwait ging am Mittwoch zu Ende - © APA (AFP)
Die dem Irak zugesagte Milliardenhilfe der internationalen Gemeinschaft für den Wiederaufbau soll zum größten Teil über Kredite erfolgen. Nur ein kleiner Teil wird demnach als direkte Hilfe an den Irak fließen.

Rund ein Drittel der bei einer Geberkonferenz in Kuwait zugesagten 30 Milliarden Dollar (etwa 24 Milliarden Euro) wurde von Großbritannien versprochen, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des kuwaitischen Informationsministeriums hervorgeht.

London will demnach über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich eine Milliarde Dollar geben. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um Exportkredite. Das britische Außenministerium wollte dazu am Donnerstag zunächst keine weiteren Angaben machen.

Auch die von der Türkei versprochenen fünf Milliarden Dollar sollen über Kredite zur Verfügung gestellt werden, wie der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in Kuwait bekanntgab. Der Gastgeber selbst sagte neben einer Milliarde für Investitionen eine weitere als Kredit zu. Eingerechnet in die Gesamtsumme von 30 Milliarden Dollar sind nach Angaben aus Kuwait auch 5,5 Milliarden Dollar an privaten Investitionen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die deren Vizeaußenminister Anwar Gargash über Twitter verkündete.

Die USA sind auf der Liste des kuwaitischen Informationsministeriums mit drei Milliarden Dollar aufgeführt. US-Außenminister Rex Tillerson hatte in Kuwait gesagt, die US-Export-Import Bank habe mit Iraks Finanzministerium eine Absichtserklärung über diese Summe unterzeichnet, um den US-Privatsektor im Irak zu unterstützen.

Deutschland will dem Irak für dieses Jahr 350 Millionen Euro geben. Das Geld soll überwiegend an Projekte zur Nothilfe und zum Wiederaufbau der Infrastruktur fließen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hatte sich in Kuwait enttäuscht von der “starken Zurückhaltung” internationaler Geber gezeigt. Der irakische Außenminister Ibrahim al-Jaafari erklärte zum Abschluss der Konferenz in Kuwait, die Zusagen würden nicht den Bedarf seines Landes decken.

Große Teile der irakischen Infrastruktur sind nach dem mehr als dreijährigen Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zerstört. Für den Wiederaufbau werden nach Angaben der Weltbank rund 88 Milliarden Dollar (rund 71 Milliarden Euro) benötigt.

(APA/dpa)

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