Millionen Schiiten zu Arbain-Feiern in Kerbala

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Gedenken an Tod des Mohammed-Enkels im Jahr 680
Gedenken an Tod des Mohammed-Enkels im Jahr 680 - © APA (AFP)
Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen sind Millionen Schiiten zum Arbain-Fest in die irakische Stadt Kerbala gepilgert. Die schwarz gekleideten Gläubigen strömten am Montag zum Mausoleum von Imam Hussein. Mindestens 24.000 Soldaten und Polizisten sicherten die Versammlung in der Stadt am Euphrat ab, da befürchtet wurde, dass die IS-Miliz Anschläge zu verüben versucht.

Der schiitische Feiertag Arbain findet 40 Tage nach dem Aschura-Fest statt, bei dem des Todes von Imam Hussein bei der Schlacht von Kerbala im Jahr 680 gedacht wird. Der Enkel des Propheten Mohammed war mit seinen Getreuen in der irakischen Stadt am Euphrat vom Kalifen Jasid getötet worden. Sein Tod in der Schlacht von Kerbala besiegelte die Spaltung der Muslime in Schiiten und Sunniten.

Zu Aschura und Arbain verüben sunnitische Extremistengruppen wie Al-Kaida und Islamischer Staat immer wieder Anschläge auf Schiiten. Am Montag riss ein Attentäter in einer schiitischen Moschee der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens 27 Menschen mit in den Tod. Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Selbstmordattentat. In Kerbala gab es jedoch zunächst keine Vorfälle.

Insgesamt erwartete der Provinzrat zu den Arbain-Feiern 17 bis 20 Millionen Pilger, darunter drei Millionen Ausländer, die meisten von ihnen Iraner. Viele der Pilger waren über Tage zu Fuß nach Kerbala gelaufen. “Wir haben unseren Marsch vor 13 Tagen begonnen und sind am Sonntagabend in Kerbala angekommen”, erzählte Jaber Kadhem Chalif, der mit seiner Frau und ihren drei Kindern nach Kerbala gekommen war.

(APA/ag.)

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