Mindestens 20 Tote bei Kämpfen zwischen Volksgruppen in Mali

Bei Kämpfen zwischen Angehörigen eines Nomadenvolks und Dorfbewohnern sind in Mali innerhalb weniger Tage mindestens 20 Menschen getötet worden. Weitere 18 Personen seien bei den Zusammenstößen im Zentrum des Landes im Kreis Macina verletzt worden, erklärte Innenminister Salif Traore.

Der Konflikt zwischen Mitgliedern der überwiegend nomadischen Fulani und der Dorfbewohner der Bambara-Ethnie war nach der Ermordung eines Geschäftsmannes am Samstag ausgebrochen. Der Täter soll Fulani gewesen sein.

“Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt”, erklärte Traore am Dienstagabend. Die Sicherheitskräfte würden ein Wiederaufflammen des Konflikts verhindern. Rund 600 Menschen waren demnach wegen der Kämpfe aus ihren Dörfern geflohen.

Der von der Sahara geprägte Norden Malis gilt als Rückzugsgebiet islamistischer Terroristen. Die Bundeswehr beteiligt sich dort mit derzeit über 500 Soldaten an einer UNO-Friedensmission zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes.

(APA/dpa)

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