Mindestens 20 Tote nach Bombenanschlag in Somalia

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Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen
Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen - © APA (AFP)
Bei einem verheerenden Autobombenanschlag der somalischen Terrormiliz Al-Shabaab auf einen belebten Markt in der Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 30 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Der Sprengsatz explodierte am Samstag auf dem Markt im Bezirk Waberi in der Nähe einer Polizeiwache.

Bei den Opfern handelte es sich ausschließlich um Zivilisten, unter ihnen waren viele Frauen. Die Polizei konnte den Angaben nach einen Verdächtigen festnehmen. Der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamed erklärte, der Angreifer sei lebend gefasst worden. Der Mann soll die Beamten zu einer Garage gebracht haben, in der die Bombe gebaut worden sein soll.

Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag über den ihr nahe stehenden Sender “Radio Andalus”. Die sunnitischen Extremisten versuchen seit Jahren, am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat zu errichten.

Die EU verurteilte den Angriff in dem krisengeschüttelten Land als einen Akt sinnloser Gewalt. Somalia, das derzeit ein neues Parlament wählt, erlebe nach Jahren des Bürgerkriegs und der politischen Unordnung endlich einen Moment der Hoffnung, der nicht zerstört werden dürfe, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Die Wahl sei ein wichtiger Schritt in der politischen Veränderung des Landes und solle zu mehr Stabilität beitragen.

(APA/dpa/ag.)

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