Minirock-Video sorgt in Saudi-Arabien für Aufregung

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Konservative pochen auf strenge Kleidervorschriften. (Symbolbild)
Konservative pochen auf strenge Kleidervorschriften. (Symbolbild) - © HASSAN AMMAR / AFP/Archiv
Ein vorerst doch recht unspektakuläres Video sorgt derzeit in Saudi-Arabien für große Aufregung. Es zeigt eine Frau in Minirock, die durch ein leeres historisches Fort in Uschaiager läuft, einer Ortschaft nördlich der Hauptstadt Riad. Während sie einerseits dafür bejubelt wird, fordert die Gegenseite gar Haft. Die Behörden haben sich jedenfalls eingeschaltet.

Das Video des Anstoßes ist gerade einmal sechs Sekunden lang und am Wochenende auf einem recht beliebten Snapchat-Account gepostet worden. Es zeigt eine Frau, die unverschleiert durch eine Gasse geht – bekleidet nur mit Top, Minirock und einer Sonnenbrille. Das Posting ging innerhalb kürzester Zeit viral und wurde mehrfach geteilt.

Debatte um Minirock-Video

Die Gegend, in der der Clip gefilmt wurde, gilt als besonders konservativ. Es herrschen besonders strenge Kleidervorschriften vor. Dass sich die junge Frau aus dem Video diesen widersetzt, stieß eine hitzige Diskussion im Netz an. Es wird eine Strafe gefordert. So twitterte etwa der Schriftsteller Ibrahim al-Munayif, dem mehr als 41.000 Menschen folgen, Menschen müssten die Gesetze ihres Landes akzeptieren, berichtete etwa die Washington Post am Dienstag, sonst würde dies in Chaos münden.

Fotomontage mit Ivanka Trump: “Problem gelöst”

Manche sehen in dem Video aber auch einen Akt der Befreiung für die Rechte der arabischen Frauen und brachten Melania und Ivanka Trump ins Spiel, die kürzlich dem Land einen Besuch abgestattet hatten. Beide zeigten ihre Haare ebenfalls unverhüllt. In Bezug darauf schrieb eine Frau auf Twitter: “Wäre sie Ausländerin, würden viele ihre Schönheit rühmen. Jetzt rufen sie nach Gefängnis.” Jemand anderes photoshoppte Ivanka Trumps Trumps ins Video und kommentierte: “Problem gelöst.”

Behörde prüft Aufreger-Video

Nichtsdestotrotz haben sich in der Causa mittlerweile die Behörden eingeschaltet. Man wolle die Angelegenheit prüfen.

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