Allerlei mittelalterliches Volk versammelte sich am letzten Augustwochenende in Golling (Tennengau) um sich in vergangene Zeiten zurückzuversetzen. Mittelalterliche Gäste reisten aus nah und fern an, um ihr Lager aufzuschlagen und ein paar Tage miteinander zu verbringen.
Das Mittelalter-Fest wurde umrahmt von einem Stehgreifschauspiel, das der Gollinger Sage um den Ring des Burgfräuleins am Rabenstein nachempfunden wurde. Im Rahmen der Einladung zur Werbung um die junge Elisabetha, spielten die Spielleute Haidenlärm, Poeta Magica und Nornensanc zur Unterhaltung auf.
Regen kam dem Fest dazwischen
Leider öffneten sich nicht nur die Herzen der Männer, sondern auch die Schleusen des Himmels und verwandelten die Wiesen in Schlammpfützen und die Straßen in kleine Bäche. Tapfer kämpften sich Besucher, Lagerleute, Musici, die Greifensteiger Schwertkämpfer, Gaukler, Hexen und die Werber um die Hand der Braut durch die Nässe und so konnte schließlich der beste unter ihnen, die Hand der jungen Frau erringen.
Elisabethas Ring war verschwunden
Bei einem großen Konzert am Abend fand die Verlobung der beiden statt.
Am nächsten Morgen stellte Elisabetha fest, dass ihr Ring verschwunden ist. So fanden sich bald einige Stimmen, die den Diener der jungen Frau beschuldigten. Er wurde dem Henker übergeben und unter allerlei Beifall des Volkes im wahrsten Sinne des Wortes durch den Dreck gezogen. Doch schien die Menge nicht zufrieden, man forderte den Kopf des Schuldigen.
Der Schuldige konnte ausgeforscht werden
Im letzten Augenblick, fand sich der wahre Schuldige. Der Ring war in einem Rabennest gefunden worden, so war die Unschuld des jungen Dieners wohl erwiesen und die Hochzeit konnte gefeiert werden. Auch der Himmel klarte wieder etwas auf, Schwertkämpfer, Falkner und Musikzeigten den Gästen ihr Können , bis der Abend und neue Regenschauer nahten.
Auch wenn der Regen und die zunehmende Kälte an diesem Wochenende erbarmungslos waren, so gab es doch etliche Höhepunkte, die alle, die dabei gewesen sind in ihren Bann zogen.
Als Veranstalter möchten wir uns bei allein bedanken, die dabei gewesen sind und ihren Teil zum Gelingen des Festes beigetragen haben.