Mittersill: 700 Demonstranten gehen für Krankenhaus auf die Straße

Akt.:
4Kommentare
Die Demo hatte einiges an Zulauf.
Die Demo hatte einiges an Zulauf. - © Arne Müseler
Das Krankenhaus Mittersill sorgte in jüngerer Vergangenheit immer wieder für Gesprächsstoff. Die Mittersiller bangen um die Zukunft ihres Spitals. Nun gingen 700 Bürger auf die Straße, um für ihr Krankenhaus zu kämpfen.

Erst vergangene Woche gab es zum Krankenhaus Mittersill eine erleichternde Botschaft: Das Land Salzburg gab Zugeständnisse, Mittel für die Planung der neuen OP-Räumlichkeiten wurden freigegeben, die Verhandlungen zur Eingliederung in die Salzburger Landeskliniken werden vorangetrieben. Trotzdem lässt der Abgang von sieben der 15 Ärzte die Betreiber schwitzen.

Arzt emotional über Zustände im Krankenhaus Mittersill

Auch deswegen gingen am Dienstag 700 Teilnehmer auf die Mittersiller Straßen, um für ihr Krankenhaus zu demonstrieren, teilte die SPÖ in einer Aussendung mit. Die Partei rund um den Salzburger SPÖ-Chef Walter Steidl rief mit einem Postwurf zum Protest auf. Vor dem Krankenhaus kamen schließlich SPÖ-Mitglieder, Gewerkschafter und Ärzte zu Wort. Vor allem der ansässige niedergelassene Arzt Peter Sturm verbildlichte in einer emotionalen Rede die heikle Situation im Krankenhaus. Er forderte einen überparteilichen Schulterschluss, um das Krankenhaus am Leben zu erhalten. Selbst wenn der schlimmste Fall eintreten solle und das Krankenhaus nicht mehr finanzierbar sein sollte, forderte er von der Landesregierung wenigstens klare Worte: „Es kann nicht sein, dass wir Scheibchenweise mit schlechten Nachrichten konfrontiert werden. Die Wahrheit muss auf den Tisch, selbst wenn sie den Untergang unseres Krankenhauses bedeuten würde.“

Unterschriftenaktion für das Spital

Die Pinzgauer kämpfen indes mit einer Unterschriftenaktion für ihr Spital. „Innerhalb von zehn Tagen haben bereits 5.390 Menschen bei unserer Unterschriftenliste unterschrieben. Ich bin davon überzeugt, dass auch heute noch viele dazukommen. Außerdem haben bei einer gleich gearteten Resolution vonseiten der Angestellten an die Landesregierung 160 von 180 Angestellten unterschrieben“, erklärte der Bezirksvorsitzende der Pinzgauer SPÖ, Walter Bacher.

Bei der SPÖ sieht man die Salzburger ÖVP nun in der Pflicht, allen voran Gesundheits-Landesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Zuletzt zeigte er bei den Investitionen ins Krankenhaus Mittersill Bewegung.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Bürmoos: Lokalbahngarnitur erf... +++ - Swap-Causa: Kein ständiger Unt... +++ - Neue Vorzeichen für Salzburger... +++ - Kaprun: 16-Jähriger nach Arbei... +++ - Wählerstromanalyse zur Nationa... +++ - Das Republic Cafè ist insolven... +++ - Lungauer Samson Druck und Data... +++ - Salzburger ÖVP verdoppelte Man... +++ - Raiffeisenverband Salzburg übe... +++ - Unken: Ein Toter und zwei Verl... +++ - Das war die Fight Night 2.0 in... +++ - FPÖ bringt Svazek und Ragger i... +++ - Lehrling erhebt schwere Vorwür... +++ - Das waren die Events am Wochen... +++ - Motorradfahrer bei Unfall schw... +++
4Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel