Mönchsberggarage: Medienbericht sorgt für Verwirrung um UVP-Bescheid

Akt.:
7Kommentare
Wie es mit der Mönchsberggarage weitergeht, bleibt vorerst offen.
Wie es mit der Mönchsberggarage weitergeht, bleibt vorerst offen. - © Neumayr/Probst/Archiv
Die Causa Mönchsberggarage ist um ein kurioses Kapitel reicher. Anfang der Woche kursierte ein Medienbericht, dass der Antrag auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung negativ beschieden wurde. Stimmt aber nicht, reagierte die Landesumweltanwaltschaft empört. Grund: Der kolportierte Schaden-Nachfolger Bernhard Auinger (SPÖ) ließ sich zu einer falschen Äußerung hinreißen.




Im September 2016 stellte die Salzburger Landesumweltanwaltschaft (LUA) einen Antrag auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Zuvor wurde bereits ein UVP-Antrag, damals von der Parkgaragengesellschaft (SPG), im August 2014 abgelehnt. Seither lag die Entscheidung bei der Behörde.

Auinger freut sich über negativen UVP-Bescheid, den es nicht gibt

Ein kleiner Paukenschlag war ein Bericht in der Krone Anfang dieser Woche, sowohl für Befürworter als auch Gegner: Der Umweltanwalt Wolfgang Wiener sei mit seiner UVP abgeblitzt, hieß es dort. Im Bericht berief man sich auf Bernhard Auinger, der sich freute, eine weitere Hürde um den Ausbau der Mönchsberggarage überwunden zu haben. Alles falsch, hieß es daraufhin von der LUA, in einer Aussendung zeigte man sich empört. Der Hintergrund: Auinger war selbst falsch informiert, wie am Freitag auf Anfrage von SALZBURG24 von der Stadt-SPÖ bestätigte wurde. Es gebe noch keinen Bescheid. Der Landesumweltanwaltschaft wurden nach eigenen Angaben Mitte September mehrere hundert Seiten Gutachten zur Stellungnahme übermittelt. Die Entscheidung dürfte also noch ein wenig dauern.

Auinger sorgte für Verwirrung./APA/Gindl Auinger sorgte für Verwirrung./APA/Gindl ©

Dauerthema Mönchsberggaragen-Ausbau

Seit mehr als fünf Jahren bekämpfen sich verschiedene Seiten um den Ausbau der Mönchsberggarage: Der mittlerweile zurückgetretene Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) trat immer dafür ein, nun führt Nachfolger Bernhard Auinger das Projekt fort. Auf Landesebene stellte sich vor allem Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler dagegen. Sie lehnte die erforderliche Flächenumwidmung ab, die Stadt klagte dagegen. Der Fall geht nun durch alle gerichtlichen Instanzen: Das Landesverwaltungsgericht entschied pro Stadt Salzburg und damit für die Mönchsberggarage, die Flächenumwidmung ist somit rechtskräftig. Das Land Salzburg legte Revision ein, was die Flächenumwidmung wieder zu Fall bringen kann. Neben der Flächenumwidmung ist die Umweltverträglichkeitsprüfung die zweite große Ungewissheit, die den Ausbau der Mönchsberggarage zu Fall bringen kann.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- EU-Kommissar Johannes Hahn mit... +++ - Fahrräder gestohlen und online... +++ - Salzburger Jugendmonitor: Weni... +++ - In Apotheke in Henndorf Pistol... +++ - Maishofen: Brand in Holzwerkst... +++ - Fliegerbombe: Bahnverkehr von ... +++ - Salzburger ist bester Maurer d... +++ - St. Johann im Pongau: 29-Jähri... +++ - Nach Wahldebakel der Grünen: A... +++ - Feuerwehren bei Chemieunfall i... +++ - Bundesheer-Rekrut alkoholisier... +++ - Folgenschwerer Unfall mit Klei... +++ - Auch Zahnhaftcreme-Nutzer müss... +++ - Pkw contra Transporter beim Eu... +++ - Dachstuhl brennt in Bürmoos +++
7Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel