Hinter den Kulissen bemühten sich die Euro-Regierungen weiter um einen einheitlichen Kurs zur Krisenbekämpfung.
Der deutsche Finanzminister Schäuble pochte bei einem Treffen mit seinem griechischen Kollegen auf die vollständige Einhaltung des Reformplans. Die spanische Regierung forderte die Europäische Zentralbank (EZB) auf, durch ihr Eingreifen alle Zweifel am Bestehen des Euro auszuräumen. Die Notenbank wird wohl am Donnerstag Details ihres Staatsanleihenkaufsprogramms vorlegen.
Mit dem Warnschuss an die EU vollzog Moody’s nach, dass der Bonitätsausblick Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs bereits im Juli von “stabil” auf “negativ” gesenkt worden war. Als Grund waren damals die wachsenden Unsicherheiten rund um ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro genannt worden.
Ob Griechenland in eine Staatspleite schlittert, die zu einem Austritt aus der Euro-Zone führen könnte, hängt davon ab, ob seine internationalen Geldgeber eine neue Tranche aus dem 130 Mrd. Euro schweren Hilfspaket freigeben. Derzeit prüfen Inspektoren der EZB, des IWF und der EU die Reformfortschritte in Athen. Schäuble mahnte seinen Amtskollegen Stournaras, die Vereinbarung mit der Troika vollständig umzusetzen. Die Griechen fordern für das Programm zwei Jahre mehr Zeit bis 2016. (APA)