Mehr Nachrichten aus Tennengau
20. Juli 2011 12:34; Akt.: 20.07.2011 12:34

Mord an 31-jährigem Halleiner geklärt – Amerikaner gestand

Der Mord an den 31-jährigen Halleiner scheint geklärt zu sein. Der Mord an den 31-jährigen Halleiner scheint geklärt zu sein. - © Steffen Pletl
Der spektakuläre Mord an einem Salzburger Tätowierer in Berlin vor zwei Wochen ist nach Einschätzung der Polizei geklärt.

 (5 Kommentare)

alt Korrekturen melden

Die Leiche des 31-jährigen Raoul Schmidhuber aus Hallein ist in etlichen Einzelteilen in der Spree und in einem See entdeckt worden. Ein anderer Tätowierer habe die grausame Tat gestanden, sagten Oberstaatsanwalt Michael von Hagen und die Leiterin der Mordkommission, Jutta Porzucek, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin. Der mutmaßliche Täter soll ein 29-jähriger Amerikaner sein. Grund für die Tat in der Wohnung der Freundin des Tatverdächtigen war ein Streit unter Betrunkenen.

Nach Trinkgelage „ausgezuckt“

Der Mord hat sich laut Polizei in der Nacht auf den 6. Juli in der Wohnung im Berliner Stadtteil Köpenick ereignet. Todesursache sei “massive Gewalt” gegen den Kopf gewesen. Offenbar seien die beiden Männer nach einem Trinkgelage mit Fäusten aufeinander losgegangen, sagte Porzucek. “Die Leiche wurde danach in Einzelteile zerstückelt, um möglichst unauffällig den Leichnam zu beseitigen”, sagte von Hagen. “Es gibt Anhaltspunkte, dass der Leichnam zersägt wurde.” Ob das mit einer Kettensäge geschah, wie von Medien vermutet wurde, sei völlig unklar. Derzeit werde von Fachleuten überprüft, welches Werkzeug benutzt wurde.

Die 8. Mordkommission in Berlin hat den Amerikaner aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung ausgeforscht. Die Ermittler hatten den Tätowierer am gestrigen Dienstag aus dessen Wohnung im Berliner Stadtteil Oberschöneweide zunächst zu einer Zeugeneinvernahme abgeholt. “Er hat aber gestern gestanden, den 31-Jährigen im Streit niedergeschlagen zu haben, wobei dieser tödliche Verletzungen erlitten habe”, ist auf der Homepage der Polizei Berlin zu lesen.

Blutspuren des Opfers in der Wohnung

Ein Ermittler aus Berlin erklärte der APA, dass in der Wohnung in Köpenick Blutspuren des Opfers gefunden wurden. “Warum es zu dem Streit kam, wissen wir noch nicht genau. Der Verdächtige hat noch nicht alles erzählt.” Ob das Motiv Eifersucht war, darüber könne man nur spekulieren, sagte der Polizist. Es gebe derzeit keine Hinweise auf Verbindungen zur Rocker- oder Drogenszene. Eine Säge, mit der die Leiche offenbar zerstückelt wurde, sei noch nicht sichergestellt worden, sagte der Ermittler.

Den ersten Leichenfund machte am 7. Juli ein Fischer. Teile des stark tätowierten Körpers tauchten an jenem Donnerstag an der Tabbertstraße 13 und am darauffolgenden Tag an der Edisonstraße 1 in der Spree in Berlin auf, und zwar jeweils bei der Treskowbrücke in Oberschöneweide. Die zerstückelten Überreste waren in zwei schwarzen Rollkoffern und in Plastiksäcken verstaut. Den Kopf des Toten fand am Dienstag, 12. Juli, eine Spaziergängerin am Ufer des Schäfersees in Berlin-Reinickendorf. Der Kopf steckte in einem blauen Müllsack.

Raoul Schmidhuber war vor rund sechs Monaten nach Berlin-Pankow gezogen, um in Tattoo-Studios zu arbeiten. Er stammt aus Hallein im Bundesland Salzburg, wo er die Höhere Technische Lehranstalt (HTL) für Bildhauerei absolviert hatte. (APA)



Kommentare 5

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

HTML-Version von diesem Artikel

Mehr auf Salzburg24.at
70-jähriger Kärntner verletzte Sohn mit Motorsäge
Ein Streit zwischen einem 70-jährigen Pensionisten und seinem 49-jährigen Sohn hat Samstagabend in Kärnten mit [...] mehr »
Riesiger Jackpot sorgt in den USA für Lottofieber
Ein riesiger Jackpot bringt die US-Bürger ins Träumen: 600 Millionen Dollar (467 Mio. Euro) warten in der Lotterie [...] mehr »
Auto raste in den USA in Wanderer-Parade
Im US-Bundesstaat Virginia ist am Samstag ein Auto in eine Parade von rund 1.000 Wanderern gerast. 50 bis 60 Menschen [...] mehr »
Dutzende Verletzte bei Zugsunglück bei New York
Bei einem Zugsunglück im US-Bundesstaat Connecticut nordöstlich von New York sind mindestens 60 Menschen verletzt [...] mehr »
Entführer im Jemen wurden angeblich zum Aufgeben gezwungen
Der Wiener Dominik N. und das Paar aus Finnland sollen nicht freigelassen worden sein, weil Lösegeld gezahlt wurde, [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren