Mord in Saalfelden: Freund (20) hat Tat gestanden

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Mord in Saalfelden: Freund (20) hat Tat gestanden
Zu einer grausamen Bluttat ist es in der Nacht auf Donnerstag in einer Wohnung in Saalfelden (Pinzgau) gekommen. Eine 20-jährige Frau wurde von ihrem gleichaltrigen Freund erstochen. Es dürfte sich um eine Beziehungstat handeln. Es gibt Anzeichen, dass die Tat geplant war.

Gegen 1.00 Uhr hörten Nachbarn Schreie aus der Wohnung eines Mehrparteienhauses im Ortsteil Uttenhofen und alarmierten die Polizei. Ein Notarzt konnte aber nur mehr den Tod der Frau feststellen. Als die Polizisten eintrafen, habe sich der Mann noch in der Wohnung aufgehalten, schilderte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer. Er ließ sich offenbar widerstandslos festnehmen und soll die Tat in einer ersten mündlichen Einvernahme bereits gestanden haben.

Vermutlich war der grauenvollen Tat ein Streit vorausgegangen. Die Hintergründe waren vorerst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine gerichtsmedizinische Obduktion an. Dem Ergebnis zufolge soll die Frau an den Stichverletzungen gestorben sein. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde sichergestellt.

Täter war alkoholisiert

Die Kriminalbeamten waren am Donnerstag neben der Spurensicherung mit der Befragung des Tatverdächtigen und von Zeugen beschäftigt. Die Polizei bestätigte am Nachmittag, dass die Getötete und der Verdächtige in einem Beziehungsverhältnis gestanden sind. “Beide sind in Saalfelden wohnhaft”, sagte die Polizei-Sprecherin. Offenbar ging das Paar zuletzt keiner Beschäftigung nach.

War Tat geplant?

Der Verdächtige soll angegeben haben, die Tat geplant zu haben, berichtete der ORF. Der junge Mann wollte sich nach der Tat ins Ausland absetzen. Er soll auch gleich nachdem die Freundin die Wohnung betreten hatte, zugestochen haben. Die Polizei konnte auf Anfrage von SALZBURG24 aber keine Tatpläne des verdächtigen Pinzgauers bestätigen.

Der 20-jährige Tatverdächtige war laut Polizei zum Tatzeitpunkt alkoholisiert. “Er hatte 0,8 Promille”, sagte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Karl-Heinz Pracher, zur APA. Er ließ sich aber in seiner Wohnung, in der die 20-jährige Frau getötet wurde, “widerstandslos festnehmen”.

Motiv noch unklar

Das Opfer erlitt laut Pracher Stich- und Schnittverletzungen. Ein Küchenmesser wurde im Badezimmer sichergestellt. Dort wurde die Frau auch tot aufgefunden. “Bezüglich der Motivlage können wir noch nichts sagen”, erklärte der Kriminalbeamte. Der Mann habe die Tat aber bereits gestanden.

Nun soll geklärt werden, wie weit das Obduktionsergebnis mit den Angaben des 20-Jährigen übereinstimmt. Die Frau sei mit dem Beschuldigten seit eineinhalb Jahren befreundet gewesen, sagte Pracher. Die beiden stammen aus Saalfelden. Der Tatverdächtige wird noch heute ins Polizeianhaltezentrum überstellt.

Bestürzung in Saalfelden

Nachbarn der Wohnung, in der sich die Bluttat zugetragen hatte, waren geschockt. “Jeder fragt sich, wie so etwas passieren kann”, zeigte sich der Saalfeldener Bürgermeister Erich Rohrmoser (SPÖ) im APA-Gespräch betroffen. Er kenne das Opfer und auch den Tatverdächtigen nicht persönlich. Die Gemeinde zähle immerhin 16.000 Einwohner, mit den Zweitwohnsitzen seien es 18.500. Falls die Familie des Opfers Hilfe benötige, “werden wir helfen”, sagte Rohrmoser.

Zuletzt hatte es am 10. Juni 2014 in Salzburg Mordalarm gegeben. Damals wurde in einem Einfamilienhaus im Stadtteil Morzg ein Ehepaar tot aufgefunden. Die Polizei ging davon aus, dass der 89-jährige Mann seine um 20 Jahre jüngere Frau erschossen und sich dann selbst gerichtet hat. (APA)

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