Mordfall in Bad Reichenhall: Tatverdächtiger aus Norwegen ausgeliefert

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Der Tatverdächtige wurde nun nach Bayern ausgeliefert.
Der Tatverdächtige wurde nun nach Bayern ausgeliefert. - © Aktivnews
Im Mordfall Bad Reichenhall vom 14. Juli ist – wie bereits angekündigt – der 20-jährige Tatverdächtige am Mittwoch von Norwegen nach Traunstein in Bayern ausgeliefert worden. Der Tatverdächtige schweigt weiter.

Der deutsche Staatsbürger, der am 5. August in der Nähe von Trondheim festgenommen worden war, befand sich seither aufgrund eines internationalen Haftbefehls in norwegischem Polizeigewahrsam.

Kripo-Beamte holten 20-Jährigen ab

Nach Eingang der Auslieferungsbewilligung durch die norwegischen Behörden seien zwei Kriminalbeamte der Ermittlungsgruppe “14. Juli” nach Oslo geflogen, informierte am Donnerstag das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. “Zusammen mit den Kollegen des Bayerischen Landeskriminalamts haben sie den 20-jährigen Tatverdächtigen in Norwegen übernommen und am 1. Oktober auf dem Rückflug nach Deutschland begleitet.”

Christoph R. schweigt weiterhin

Der Bundeswehrsoldat aus Rheinland-Pfalz wurde am Mittwochabend dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Traunstein zur Eröffnung des Haftbefehls vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er habe sich bisher weder gegenüber der Kriminalpolizei noch gegenüber dem Ermittlungsrichter zu den Tatvorwürfen geäußert, so die Polizei.

Grausame Taten in Bad Reichenhall

Der vor der Bluttat in Bad Reichenhall stationierte Soldat aus Rheinland-Pfalz soll einen 72-Jährigen in der Nacht nach dem Finale der Fußball-WM getötet und eine junge Frau ausgeraubt haben. Die 17-Jährige wurde dabei schwer verletzt und im Salzburger Landeskrankenhaus medizinisch betreut.

 

Der Tatort in Bad Reichenhall (c) FMT-Pictures Der Tatort in Bad Reichenhall (c) FMT-Pictures ©

Auslieferung auf diplomatischem Weg

Seitens der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde die Auslieferung des 20-Jährigen im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens an die norwegischen Behörden beantragt. Da Norwegen kein Mitglied der Europäischen Union ist, erfolgte die Zusammenarbeit der Justizbehörden auf diplomatischem Weg. Die Voraussetzungen für einen Europäischen Haftbefehl (EUHB), gleichbedeutend mit einem vereinfachten Auslieferungsverfahren, sei nicht zum Tragen gekommen, informierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. (APA)

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