Moskau verbietet Demonstration von Putin-Gegnern

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Demonstranten haben Verbindungen zu Kremlkritiker Chodorkowski
Demonstranten haben Verbindungen zu Kremlkritiker Chodorkowski - © APA (dpa)
Die Moskauer Behörden haben eine für Samstag angekündigte Demonstration von Regierungsgegnern verboten. Ein Gericht in der russischen Hauptstadt bestätigte am Freitag eine entsprechende Entscheidung der Stadtverwaltung. Die Bewegung Offenes Russland mit Verbindungen zum Kremlkritiker Michail Chodorkowski hat in mehreren Städten zu Protestmärschen gegen Präsident Wladimir Putin aufgerufen.

Unklar war, wie viele Menschen dem Aufruf folgen würden. In manchen Städten in der Provinz wurden Protestmärsche zugelassen. Ende März hatte der Oppositionelle Alexej Nawalny zu Demonstrationen wegen Korruptionsvorwürfen gegen den Regierungschef Dmitri Medwedew aufgerufen. Damals waren bei einem großen Polizeieinsatz in Moskau mehr als 1.000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Wladimir Kolokolzew sagte über die nicht genehmigte Kundgebung von diesem Samstag Agenturen zufolge, die Polizei werde im Einklang mit dem Gesetz handeln.

Das Justizministerium hatte zuvor die in Großbritannien registrierte Organisation Offenes Russland von Chodorkowski als unerwünscht eingestuft und ein Büro in Moskau durchsucht. Chodorkowski, der im Ausland lebt, sieht darin eine Reaktion auf die geplanten Proteste.

(APA/dpa)

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