Münchner Sicherheitskonferenz mit Hauptthema US-Außenpolitik

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US-Verteidigungsminister James Mattis kam bereits in München an
US-Verteidigungsminister James Mattis kam bereits in München an - © APA (dpa)
Die Außenpolitik der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump steht von Freitag an im Mittelpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihr US-Kollege James Mattis eröffnen das Forum, das zu den weltweit wichtigsten Treffen zum Thema Sicherheitspolitik gehört.

Die Mächtigen der Welt haben neben der bisher eher widersprüchlichen US-Außenpolitik viele weitere Themen: Die Spannungen mit Russland, Syrien-Krieg, Ukraine-Konflikt und nicht zuletzt die Zukunft der EU. Trumps Vize Mike Pence wird am Samstag die Sicherheitspolitik des Weißen Hauses vorstellen – und soll dort auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen.

Schäuble: “Stärker auf internationale Rolle besinnen”

Zum Auftakt der Sicherheitskonferenz mahnte Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ein größeres außenpolitisches Engagement der Europäischen Union an. “Es wird höchste Zeit, dass wir uns – neben den vielen Hausaufgaben, die wir innereuropäisch zu erledigen haben – stärker auf die internationale Rolle Europas besinnen”, schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag für Medien. Europa habe sich “viel zu lange darauf verlassen”, dass im Fall von Krisen und Konflikten die Vereinigten Staaten einspringen und Defizite europäischen Handlungswillens und europäischer Handlungsfähigkeit ausgleichen würden.

Kurz und Doskozil bei Sicherheitskonferenz

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) nehmen am Freitag und Samstag an Sicherheitskonferenz teil. Kurz trifft am Rande der Veranstaltung unter anderem zu Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Italien und Aserbaidschan zusammen.

Die Sicherheitskonferenz in München ist nach dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel und der G20-Außenminister in Bonn das dritte Forum in dieser Woche, bei dem sich Vertreter der Trump-Regierung vorstellen.

(APA/dpa)

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