Murray beim Wien-Auftakt mit Respekt vor Pospisil

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Das Startgeld war für Murray nur Nebenmotivation
Das Startgeld war für Murray nur Nebenmotivation
Tennis-Ass Andy Murray nimmt seinen ersten Auftritt beim Erste Bank Open ernst und mit vollem Einsatz in Angriff. Das Startgeld alleine brachte den 27-Jährigen nicht nach Wien, vielmehr locken ihn die 250 für den Turniersieg zu holenden Punkte. Mit denen will der Brite die Basis dafür schaffen, um es noch ins Achterfeld des ATP-World-Tour-Finales zu schaffen. Derzeit fehlen ihm darauf zwei Plätze.


Unter Umständen könnte er von seiner derzeitigen zehnten Position im “Race” auch noch drei Positionen wettmachen müssen, insofern US-Open-Sieger Marin Cilic nicht in den Top acht landet. Denn solange ein Grand-Slam-Sieger vor dem Saison-Finalevent in den Top 20 liegt, hat er für den Jahresabschluss ab 9. November in London sozusagen eine Wildcard. Murray kann sich damit nicht uneingeschränkt anfreunden, auch wenn er die Regelung respektiert.

“Wer einen Grand Slam gewinnt, hat sich die Teilnahme schon verdient. Die Grand Slams sind die wichtigsten Turniere”, sagte Murray bei einer öffentlichen Pressekonferenz im Foyer der Wiener Stadthalle auf Anfrage der APA – Austria Presse Agentur. “Aber vom Standpunkt der ATP aus wird das Turnier damit ein bisschen entwertet.” Demnach wäre es für ihn eine Option, die Top acht rein nach den angesammelten Punkten zu bestimmen.

Im Streben nach seiner sechsten Teilnahme bei diesem Turnier lässt er sich jedenfalls nicht beirren. “Wenn ich noch drei gute Turniere habe, dann kann ich auf London hoffen.” Das Ziel des Schotten für die 40. Auflage des Erste Bank Open liegt auf der Hand. “Es ist normal, das Turnier gewinnen zu wollen”, sagte der hinter dem Spanier David Ferrer als Nummer zwei gesetzte Murray. Als Selbstläufer sieht er es aber nicht. “Es kann auf ein paar Punkte ankommen.”

Gegen seinen Auftakt-Gegner Vasek Pospisil hat Murray noch nie gespielt, eine Trainingseinheit hatten die beiden miteinander. Die Auftaktleistung des Kanadiers gegen den deutschen Qualifikanten Daniel Brands rang dem Weltranglisten-Elften aber doch Respekt ab. “Er hat 29 Asse geschlagen”, zeigte sich Murray informiert. Er richtet daher seinen vollen Fokus auf diese Partie. Von Wien hat er außer Oper und Cafe Sacher dadurch noch nicht viel gesehen.

Murray ist ohne Trainerin Amelie Mauresmo in Wien, bei seinen Turniereinsätzen in den nächsten Wochen wird die Französin wieder vor Ort sein. “Sie arbeitet gut mit meinem Team zusammen”, zog der Wimbledonsieger vier Monate nach deren Engagement eine Zwischenbilanz. Dass sie eine Frau sei, mache für ihn als Spieler keinen Unterschied. “Das Geschlecht ist nicht wichtig, aber man muss sich auf die verschiedenen Personen und Persönlichkeiten einstellen.”

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